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Aktuelle Preise KW 50/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
153
€/t
Braugerste
180
€/t
Futtergerste
137
€/t
Körnermais
145
€/t
Raps
367
€/t

Quelle: LBV

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Sojaschrotpreise tendieren seitwärts auf attraktivem Niveau

Während die Junizahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) noch eine ausgeglichene Welt-Sojabilanz zeichneten, zeigen die aktuellen Novemberzahlen ein deutlich defizitäres Bild. Einer Produktion von 336 Mio. t steht ein Verbrauch von 350 Mio. t gegenüber. Die Endbestände zum 30. Juni 2020 sollen um gut 14 Mio. t auf 95 Mio. t sinken. Damit hat das USDA die Schätzungen von Monat zu Monat zurückgenommen.
Dennoch zeigt sich die Kursentwicklung der Sojabohnen an den Börsen schwach – mit dem Resultat, dass Sojaschrot weiter günstig zu haben ist. Grund für die Entwicklung, trotz defizitärer Weltbilanz, ist v.a. die noch immer gute Versorgung mit Soja aufgrund der sehr soliden Endbestände. Die USA weisen mit knapp 13 Mio. t weiterhin hohe Soja-Endbestände aus, obwohl die Ernte 2019 dort auf nur 96,6 Mio. t geschätzt wird. Im Vorjahr waren es 120,5 Mio.t. Als Grund für die anhalten schwache Entwicklung der Kurse und Preise wird insbesondere der Handelsstreit zwischen den USA und China angeführt, der den Export der US-Bohnen massiv behindert. Die immer wieder aufflammenden Streitigkeiten drücken in der gesamten Breite auf die Agrarpreise. Für tendenziell schwächere Preise, sowohl für Bohnen als auch Schrote, sorgt auch ein schwacher brasilianischer Real, der den Handel brasilianischer Ware befeuert. Allerdings gibt es erste Stimmen, dass die südamerikanische Ware bald zur Neige gehen könnte. Der Beginn der Neuen Ernte wird dort erst im März 2020 erwartet.
Die Erzeugereinkaufspreise für Sojaschrot zeigten sich seit Jahresbeginn in der Tendenz rückläufig. Kostete 43/44 er Schrot zum Jahreswechsel noch 36,- €/dt., so wurden im August 33,- €/dt. genannt. Aktuell ist allerdings eine leichte Befestigung auf 34,50 €/dt. zu beobachten. 48er HP-Schrot wird derzeit bei 35,80 €/dt. gesehen. GVO-freie Schrote werden im Markt, bei vergleichbarem Proteingehalt, mit einem Aufpreis von 8 bis 9 €/dt. gehandelt. Zukünftige Termine liegen, je nach Termin, 0,50 bis 1,- €/dt. über den aktuellen Preisen. In der aktuellen Situation sollte, wer Sojaschrot einkauft, sich im Rahmen des Risikomanagements Gedanken darüber machen gewisse Mengen, möglicherweise auch für fernere Termine, zu fixieren.

© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 04.12.2019

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AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 2 Getreide

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