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  • Aktuelle Preise KW 46/19 in Baden-Württemberg



    Ferkel €/Tier 28,20
    Schweine(S-P) €/kg SG   1,31
    Altsauen (M) €/kg SG   0,78
    Jungbullen(E-P) €/kg SG   3,60
    Kühe (E-P) €/kg SG    2,25
    Färsen (E-P) €/kg SG   3,09
    Kälber (E-P) €/kg SG   4,89
    Kälber (FlV) €/kg LG   3,94
    Kälber (Sbt.) €/Tier 7,08
    Eier (L/Bodenh.) Ct./Ei 23,75
    Milch (Okt. 20) Ct./Liter 34,00

    Quelle: LEL, LBV,BHLV, BLE

    * vorläufig geschätzt

    Tendenz gg. Vorwoche/Vormonat


  • Zunehmender Überhang bei Schlachtschweinen

    Für die deutsche Schweinehaltung und insbesondere die Ferkelerzeugung entwickelt sich das Jahr 2000 zum Horrorszenario. Nach dem Corona-bedingten Preiseinbruch im Mai und der ebenfalls Corona-bedingten wochenlangen Schließung von Rheda-Wiedenbrück im Juli hat der erste Fund eines an ASP verendeten Wildschweins im September den dritten Preisrutsch verursacht. Die Mastschweine verloren dadurch gegenüber Februar rund 70 ct/kg SG und die Ferkel fast 60 €/Ferkel.

    Dem nicht genug, verschärft sich die Situation in Folge zunehmender Überhänge weiter. Ursache ist sind auch hier die in Folge der Corona-Auflagen geringere Schlachtkapazitäten, verbunden mit einem saisonal höheren Angebot. Derzeit können in Deutschland wöchentlich rund 80.000 Schweine nicht termingerecht geschlachtet werden. Inzwischen gehen die Überhänge in Richtung 600.000 - 700.000 Schweinen, nahezu einer ganzen Schlachtwoche. Entsprechend steigen die Schlachtgewichte wöchentlich an und liegen in Bayern bereits über 100 kg im Schnitt. Auch aus Dänemark wir von einem Rückstau von 200.000 schlachtreifen Schweinen (80 % einer Wochenschlachtung) berichtet. In Deutschland steht damit ein Großteil der nicht mehr nach Asien lieferbaren Schweine noch in den überfüllten Ställen. Zusätzlich schlagen höhere Futterkosten und die zunehmenden Corona-Zahlen auf die Stimmung der Mäster. Nutznießer der Situation ist vor allem die USA, hier haben sich die Erzeugerpreise seit Juli mehr als verdoppelt und liegen nun 30 % über den Vorjahren. Der deutsche Fleischmarkt zeigt sich aufgrund der begrenzten Schlachtmengen dagegen stabil und reicht für die verhältnismäßig ruhige Nachfrage aus.

    Am Ferkelmarkt ist die Absatzsituation aufgrund der verzögerten freiwerdenden Mastplätze ebenfalls sehr schwierig. Entsprechend steigen auch hier die Gewichte der Ferkel an. Notgedrungen werden auch Mastferkel geschlachtet, um Druck abzubauen.

    Die Notierungen für Ferkel und Schweine werden soweit möglich auf dem viel zu niedrigen Niveau stehen gelassen.

    © Riester, LEL Schwäbisch Gmünd

    www.agrarmaerkte-bw.de

    Stand: 13.10.2020

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