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Aktuelle Preise KW 37/20

(Baden-Württemberg)


Ferkel
€/Ferkel
41,80
Schweine(S-P)
€/kg SG
1,49
Altsauen (M)
€/kg SG
0,90
Jungbullen(E-P)
€/kg SG
3,53
Kühe (E-P)
€/kg SG
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€/kg SG
3,28
Kälber (E-P)
€/kg SG
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€/kg LG
4,65
Kälber (Sbt.)
€/Tier
32,93
Eier (L/Bodenh.)
Ct/Ei
23,25
Milch (Aug20)*
Ct/Liter
33,4

Quelle: LEL, LBV,BHLV, BLE

* vorläufig geschätzt

Tendenz gg. Vorwoche/Vormonat

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Ferkel- und Schweinepreise seit 10 Wochen blockiert

Nachdem es bereits ab März im Handel mit Schlachtschweinen in Folge des fehlenden Außer-Haus-Konsums und des stockenden Exports zunehmend zu Corona-bedingtem Preisdruck kam, brachen im April die Ferkelpreise um über 20 € ein. Ab Mai bot der Fleischmarkt mit dem Wiederanlaufen der Gastronomie europaweit Impulse. Die Stabilisierung hielt bis Mitte Juni an, danach brachte die Corona-bedingte Schließung der größten deutschen Schlachtstätte für Schweine in Rheda-Wiedenbrück einen weiteren Preisrutsch um 19 ct/kg bei Schweinen und 16 € bei Ferkeln.

In Folge der Schließung hat sich vor allem in Nordwestdeutschland ein erheblicher Rückstau an schlachtreifen Schweinen aufgebaut, der auch dazu führte, dass Mastställe nicht leer wurden und keine Ferkel eingestallt werden konnten. Anfang Juli erreichten die Schlachtgewichte in Deutschland die Spitze von 98,2 kg/Schwein.

Als zusätzliches Problem gesellte sich der Personalmangel in der Zerlegung und Schlachtung hinzu. Ursachen sind das Wegbleiben rumänischen Personals in Folge der Quarantänevorgaben ab dem 7.8. und deren abnehmende Interesse im Schlachtbereich zu arbeiten. Osteuropäische Werkvertragnehmer wollen in möglichst kurzer Zeit viel Geld verdienen und sich nicht deutschem Arbeitsrecht unterwerfen.

Trotz der Wiedereröffnung von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist es wegen der Corona- und personalbedingt verminderten Schlacht- und Zerlegekapazitäten in Deutschland offenbar nicht möglich, den seit 10 Wochen bestehenden Überhang an schlachtreifen Schweinen abzubauen. Der Schlachtschweinemarkt gestaltet sich entsprechend nach wie vor zäh. Gleichzeitig reicht das geringere Angebot gut für die ebenfalls ruhige Nachfrage. Der deutsche Stillstand wirkt sich auch auf große Teile der EU aus, nur in Italien können sich die Preise abheben. Vom gut laufenden Chinaexport profitieren bei unveränderten Erzeugerpreisen derzeit hauptsächlich die spanischen Schlachter.

© Riester, LEL Schwäbisch Gmünd

www.agrarmaerkte-bw.de

Stand: 09.09.2020

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AGRARMÄRKTE 2020

Kapitel 8 Vieh und Fleisch

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