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Aktuelle Preise KW 03/19

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
185
€/t
Braugerste
220
€/t
Futtergerste
180
€/t
Körnermais
170
€/t
Raps
345
€/t

Quelle: LBV

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Sojaschrotpreise – Abwärtstrend gestoppt ?


Die Dezemberzahlen des USDA (amerikanisches Agrarmi-nisterium) weisen für die aktuelle Saison 2018/19 eine deut-lich positive weltweite Sojabilanz aus. Die Endbestände zum 30. Juni 2019 sollen im Sojabereich auf 115 Mio. t an-wachsen. Die Sojaernte schätzt das USDA auf knapp 370 Mio. t. Damit läge sie rund 20 Mio. t über der bislang größten weltweiten Sojaernte in der Saison 2016/17. Diese sehr positive Einschätzung als auch der schwelende Han-delsstreit zwischen USA und China übte Druck auf die Kur-se der Sojabohnen aus, mit der Konsequenz, dass auch die Schrotpreise im 3. und 4. Quartal 2018 rückläufig waren.
Inzwischen wird der Markt von neuen Nachrichten beein-flusst, auch wenn die Januarschätzung des USDA wegen des von Präsident Trump verhängten „shut down“ auszufal-len scheint. Aus Brasilien wurde zu Jahresbeginn berichtet, dass Trockenheit die erwartete Ernte von 120 Mio. t dezi-mieren könnte. Derzeit werden von dort nur noch 115 Mio. t erwartet. Hingegen erscheint die Witterung in Argentinien zu nass, so dass auch dort die Ernteprognosen auf etwas wackeligen Füßen stehen könnten. Hinzu kommt eine mög-liche Entspannung im Handelsstreit zwischen USA und China. Steigende Rohölpreise in den zurückliegenden Wo-chen senden ebenfalls stützende Impulse.
Zwar tendieren aktuell die Kurse an der US-Börse CBot (Chicago Board of Trade) noch seitwärts in einem Band zwischen 880 bis 930 US-Cent/bushel. Aber Preise und Kurse im Sojamarkt könnten, bewahrheiten sich die ge-nannten Argumente, das Tal erreicht und möglicherweise sogar schon durchschritten haben.
Die Erzeugereinkaufspreise haben in den letzten Wochen leicht angezogen. Für 43/44 er Schrot wurde im Januar 36 €/dt genannt. 48er HP-Schrot lag bei 38,50 €/dt. Der Abstand für GVO-freien 48er-Schrot hat sich etwas verklei-nert, was seine Ursache in der erhofften Entspannung im Handelskonflikt USA/China haben könnte. Die Ware lag im Januar mit 45 €/dt rund 70 bis 80 €/t über den GVO-Schroten. Wer Sojaschrot einkauft, könnte im Rahmen des Risikomanagements darüber nachdenken, in der aktuellen Situation gewisse Mengen fix zu machen.


© Schmid,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 23.01.2019

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 2 Getreide

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