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  • aktuelle Preise KW 02/21 in Baden-Württemberg 



    Brotweizen 170 €/t
    Braugerste 164 €/t
    Futtergerste 155 €/t
    Körnermais 180 €/t
    Raps 400 €/t

    Quelle: LBV

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  • Keine Entspannung bei den Sojaschrotpreisen in Sicht

    Die Januarzahlen des USDA (amerikanisches Agrarministerium) vom 12.01.2021 weisen für das aktuelle Jahr 2020/21 eine deutlich defizitäre Welt-Sojabilanz aus. Einer Erzeugung von 361 Mio.t steht ein Verbrauch von 370 Mio.t gegenüber. Die Endbestände fallen, treffen die Zahlen zu, auf 84 Mio.t. Zu Beginn der Saison war das USDA bis in den Oktober 2020 hinein noch von einer ausgeglichenen Bilanz ausgegangen. Aber eine deutlich kleinere US-Sojaernte als ursprünglich erwartet, und in Folge eine massive Abwärtskorrektur der Welterzeugung im November, verhagelte die Bilanz. In den zurückliegenden Monaten kam hinzu, dass von Schätzung zu Schätzung nochmals leichte Abwärtskorrekturen vorgenommen wurden. Vor allem die schwächere US-Ernte, aber auch teilweise die Erwartungen der Sojaernte in Argentinien machten die Korrekturen nötig.

    In Folge stiegen die Sojaschrotpreise kontinuierlich auf ein Niveau, wie es zuletzt 2018 zu verzeichnen war. 43/44 er Schrot notiert aktuell um 40,- €/dt, rund 5 €/dt über dem Preistief von August 2020. 48er HP-Schrot, welcher im August noch bei 36,50 €/dt gelegen hatte, wird im Moment bei 43,50 €/dt gesehen. GVO-freie Schrote werden im Markt bei vergleichbarem Proteingehalt mit einem Aufpreis von 7 bis 9 €/dt gehandelt. Stützung erhält der Sojaschrot auch von Seiten des Rapsschrotes, für welchen zuletzt im Dezember Preise um 31,50 €/dt aufgerufen wurden.

    Wie geht es nun weiter? Die Hoffnung, dass eine Spitzenernte in Südamerika die Wogen glätten könnte, ist nur noch schwach. Sowohl die Soja-, als auch die Raps und Sonnenblumenbilanz werden inzwischen für 2020/21 deutlich defizitär eingeschätzt. Die US-Bestände sind, nicht zuletzt aufgrund einer außerordentlich lebhaften Nachfrage nach Sojabohnen von Seiten Chinas, inzwischen bereits stark geschrumpft. Sollten noch ungünstige Witterungsbedingungen in Südamerika hinzukommen könnten sich die Lage noch verschärfen. Mit einem deutlichen Abwärtstrend der Sojaschrotpreise rechnet im Markt derzeit kaum mehr jemand.

    © Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd

    Stand: 13.01.2021

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