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Pflanzliche Märkte

Aktuelle Preise KW 16/18

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
145
€/t
Braugerste
187
€/t
Futtergerste
140
€/t
Körnermais
155
€/t
Raps
325
€/t

Quelle: LBV

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Rapskurse nach leichter Erholung wieder rückläufig

In den zurückliegenden Wochen zeigten die Rapskurse eine leichte Erholung nach dem Tief im Februar. Sowohl die Kurse für alterntigen Raps (MAI18) als auch für neue Ernte (AUG18) konnten sich vom Tief um 345 €/t befreien und legten zwischen 10 bis 15 €/t zu. Die Spitze konnte aber nicht lange gehalten werden, zwischenzeitlich notiert Raps wieder auf dem Niveau von Anfang Februar.

Nachdem die Angst um Auswinterungen etwas an Schärfe verloren hat kommen im Markt andere Impulse zum Tragen. Das USDA (amerikanisches Agrarministerium) schätzte die Rapsernte 2017/18 zuletzt in seiner Märzschätzung am 08.03.18 besser ein als je zuvor. Einer Erzeugung von 73,9 Mio. t steht ein Verbrauch von 73,0 Mio. t gegenüber. Somit wachsen die Bestände zum Ende des Wirtschaftsjahres an. Begleitend werden Niederschläge in Argentinien erwartet, so dass die dort als schwächer eingeschätzte Sojabohnenernte vielleicht doch etwas besser ausfallen könnte als befürchtet. Diese Einschätzung, verbunden mit noch hohen US-amerikanischen Beständen, führte in den letzten Tagen prompt zu einer leichten Schwäche der Bohnenkurse an den US-Börsen. In deren Folge wiederum gingen in Malaysia die Palmölkurse auf Talfahrt. Nicht zuletzt macht den Rapskursen auch die Tatsache zu schaffen, dass hohe Biodiesel-Importe aus Argentinien und Indonesien die Verwertung der Fraktion Rapsöl im Biokraftstoff-Sektor schwächt.

In Summe werden damit aktuell eine Reihe kurssenkender Signale im Markt diskutiert – mit der Folge, dass die Rapskurse an der MATIF auf Talfahrt sind. Mit Blick nach vorne scheint nur dann eine Trendwende vorstellbar, wenn die Sojaernte in Argentinien doch schwach ausfallen sollte. Bemerkenswert an dieser Stelle ist, dass das USDA die Weltsojabilanz in seiner Märzschätzung mit einer Erzeugung von 340,9 Mio. t und einem Verbrauch von 343,8 Mio. t seit vielen Monaten erstmals wieder als defizitär eingeschätzt hat.


© Schmid, LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 14.03.2018

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07171 / 917 207

llm@lel.bwl.de

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