Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Gemüsebau

Landwirtschaftsamt Heilbronn

Warnmeldung vom Freitag, 09.05.08

Kohlkulturen
Die Kohlfliege hat fast überall die wirtschaftliche Schadschwelle der Eiablage überschritten, es werden mehr als 10 Eier je Woche und Pflanze abgelegt.
Besonders kritisch ist die Befallslage bei Rettich ohne Netzabdeckung.
Erdflöhe sind zwar in Einzelschlägen deutlich erkennbar, in der Regel jedoch nicht kritisch.
Lediglich bei Kohlrabi besteht die Gefahr von Fraß an der Knolle, da können auch wenige Tiere bereits heftigen Ausfall bedeuten.
Rüsselkäfer spielen im Allgemeinen keine Rolle.

Möhre Fenchel Sellerie
Die Möhrenfliege hat mit ihrem Flug begonnen. Die Fangzahlen auf unseren Fallen sind zur Zeit noch unter der kritischen Marke. Die verkrusteten Böden lassen augenblicklich keinen nennenswerten Neuschlupf aus dem Boden zu. Werden örtlich benachbarte letztjährig befallene Flächen beregnet, kann ein stärkerer Zuflug erfolgen.
Die Gierschlaus fliegt in Einzelexemplaren. Auf dem Winterwirt Weide vermehren sich jedoch starke Kolonien, die vor allem in der kommenden Woche einen sehr starken Neuzuflug verursachen. Mit Behandlungen sollte also in den nächsten Tagen noch abgewartet werden. Ausnahme Petersilie, hier haben die Gierschläuse überwintert und waren in größeren Anzahlen bereits vorhanden.

Zwiebel Lauchkulturen
Der Flug der Lauchminierfliege ist zur Zeit schwach, Bekämpfungsmaßnahmen sind aktuell nicht erforderlich.
Auch der schwache Flug der Lauchmotte zeigt ein Ende der ersten Generation an. Es sind vereinzelt noch frisch abgelegte Eier zu finden, die im laufe der kommenden Woche schlüpfen werden und dann mit Bt Präparaten gut zu bekämpfen sind. Bis zu diesem Zeitpunkt werden auch die früh geschlüpften Raupen frei an den Blättern fressen und sind ebenfalls sicher bekämpfbar. Insgesamt ist der Befall bisher wesentlich geringer als im Vorjahr.
Der Zwiebel, Schnittlauch und Porreerost ist in diesem Jahr weiter verbreitet, auch mit aktuellen Infektionen. Kontrollieren Sie Ihre Bestände genau.
Bis Anfang der Woche hatte  der Falsche Mehltau an den Winterzwiebeln stark sporuliert. Selbst in behandelten Flächen kam es in der letzten Woche zu Neuinfektionen.

Salate
Die Nasonovia – Salatlaus hat an den Stachelbeeren geflügelte Formen gebildet. Mit Neubefall muss in nicht resistenten Sorten gerechnet werden. Örtlich sind starke Populationen vorhanden und besonders in der kommenden Woche  ist starker Flug zu erwarten.
Winzige kugelige Insekten von gelber bis dunkelbrauner Färbung können jetzt in auffälligen Zahlen an Salaten und anderen Kulturen beobachtet werden. Es handelt sich um Kugelspringschwänze, die sehr kleine Fraßlöcher verursachen. Nur bei Extrembefall sind Schäden zu erwarten.

Die Schwarze Bohnenlaus hat an den Winterwirten Pfaffenhütchen sehr starke Kolonien gebildet. In den nächsten Tagen oder sogar Wochen muss mit sehr starkem Flug und damit Neubefall gerechnet werden.
Die Rübefliege hat mit der Eiablage begonnen. Die Anzahlen sind bisher jedoch noch gering.

Die Mittelempfehlungen entnehmen Sie wie bisher den aktuellen Beratungsunterlagen, beachten Sie auch weiterhin die Auflagen zum Anwender-, Umwelt- und Verbraucherschutz.

 

Warnmeldung vom Freitag, den 04. April 2008

Kohlkulturen
Vereinzelt gab es leichten Flug von Rüsselkäfern. Eine Gefährdung der Kulturen geht davon nicht aus, weder im Freiland noch im Gewächshaus.

In der Petersilie hat die Gierschlaus im Freiland den Winter gut überdauert und beginnt nun mit der Vermehrung. Auch ohne den üblichen späteren Zuflug von den Winterwirten der Läuse kann sich somit ein Blattlausbefall in der Petersilie aufbauen.

Zwiebel und Lauchkulturen.
In warmen Weinberglagen ist die Lauchminierfliege am Weinberglauch geschlüpft. Eine Eiablage fand noch nicht statt. Auch ist sie in den meisten Beständen auf ebener Fläche nicht unterwegs. Zeit also überall dort, wo durch Vlies oder Netz geschützt werden soll, die Abdeckung bald vorzunehmen.
Direkte Bekämpfungsmaßnahmen sind voraussichtlich vor Ende der kommenden Woche nicht erforderlich. Ebenfalls in den wärmsten Lagen sind die ersten Lauchmotten unterwegs. Mit Vlies oder Netzabdeckung ist auch hier ein Schutz gewährleistet mit Ausnahme von älteren Schnittlauchbeständen. Direkte Bekämpfungsmaßnahmen sind auch gegen die Lauchmotte noch nicht erforderlich.

In den Winterzwiebeln ist intaktes Infektionspotential vom Falschen Mehltau vorhanden. Sobald die Temperaturen ansteigen werden Sporen gebildet und es sind Infektionen möglich.


 

Warnmeldung vom Freitag den 14. März 2008

Im Freiland hatten wir nur einen unbedeutenden Flug vom Gefleckten Kohltriebrüssler oder Rapsstängelrüssler. Ein Zuflug in die Kulturen oder Jungpflanzen ins Gewächshaus war nicht möglich.

Für Samstag ist eine deutliche Erwärmung vorausgesagt. Dann müssen wir mit einem nennenswerten Flug und auch mit einer Neubesiedlung in den Gewächshäusern bei Rettich, Kohlrabi und den Kohljungpflanzen rechnen. Wo geplant sollten engmaschige Netze oder Fließ ausgelegt werden. Andernfalls kann der Reifungsfraß bis zur Eiablage dann bis Ende der kommenden Woche 12 abgewartet werden.


 

Warnmeldung vom Freitag  den  7. März 2008

Die tiefen Temperaturen der vergangenen Tage haben im Freiland keinen Ortswechsel der Schädlinge zugelassen, die Entwicklung ist deutlich verlangsamt.
Es fand also kein Zuflug oder Neubefall im Freiland oder aus dem Freiland statt.

Im Gewächshaus dagegen hat die Sonneneinstrahlung der letzten Tage eine Beschleunigung vor allem der Blattlausentwicklung gebracht. Die Generationenfolge wird damit sehr viel enger.
Das bedeutet gleichzeitig die Bildung von einem höheren Anteil von geflügelten Formen und damit innerhalb der Gewächshauskulturen einen stärkeren Austausch und mehr Neubefall.

Dies ist bei Mitteln mit Kontaktwirkung besonders zu beachten. Nicht alle Läuse werden in diesem Fall bei einer Behandlung erfasst, die restlichen setzten sehr schnell wieder Jungtiere ab. Nachfolgebehandlungen sollten daher innerhalb einer Woche erfolgen und keineswegs später.





email: Klaus.Schrameyer@Landratsamt-Heilbronn.de
Tel: 07131-994-7359    Fax: 07131-994-7369


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