Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz - Ackerbau

Landwirtschaftsamt Heilbronn

Mitteilung vom 8. Mai 2008

 

Winterweizen:

Die letzte Septoriainfektion endete lt. Aufzeichnungen unseres Septoriatimers zwischen Frankenbach und Kirchhausen auf ebener windoffener Lage am 23. April. Seither waren in vergleichbaren Lagen keine weiteren Infektionsbedingungen für Septoria gegeben und sind wegen des stabilen Hochdruckwetters auch nicht zu erwarten. Bisher habe ich in noch keiner unbehandelten Parzelle Rost feststellen können. Wegen des wüchsigen Wetters bei noch ausreichend Bodenfeuchtigkeit kann man davon ausgehen, dass die vegetative Entwicklung kräftig ist. Darauf achten, dass ausreichend Maßnahmen zu Erhaltung der Standfestigkeit getroffen sind.

Winterroggen
Winterrogen schiebt Ähren. Jetzt Abschlussbehandlung, wenn nötig einplanen. Behandlung z.B. mit Folicur, Matador, oder Pronto Plus.

Wintergerste:
schiebt ebenfalls Ähren. Bei der gegebenen Witterung sind Infektionen mit unspezifischen Blattflecken und Ramularia möglich. Rychosporium bleibt unten sitzen bei sonnigem warmem Wetter. Abschlussbehandlung z.B. mit Amistar Opti + Gladio. Diese Fungizidkombination hat in Versuchen eine gute Ramulariawirkung gezeigt. Auch hier ausreichende Wachstumsregulierung nicht vergessen.

Zuckerrüben:
Jetzt sind in der Regel auch die letztgesäten Rüben aufgelaufen. Rüben und Unkräuter haben eine Wachsschicht entwickelt. Bei trockenen Bodenbedingungen muss z.B. Betanal expert oder andere blattaktive Herbizide die Bekämpfungsleistung erbringen. Bei gut ausgebildeter Wachsschicht Öl zugeben. Bei jeder NAK Goltix mit ausbringen. Obwohl derzeit keine bzw. fast keine Bodenwirkung zu erwarten ist, erfüllt Goltix seine „versiegelnde“ Wirkung wenn Niederschläge fallen und Felder nicht mehr rechtzeitig befahrbar sind bzw. die Laubblätter den Boden abdecken. Rebell in der Tankmischung ist zurzeit nicht erforderlich.
Trotz trockenen Bedingungen sind Schnecken, die sich in Schwundrissen verstecken und nachts an die Oberfläche kommen z. T. ein großes Problem. Unbedingt kontrollieren!!!

Mais:
Inzwischen ist der Boden so trocken, dass Mischungen mit Blattwirkung wie z.B. Milagro + Peak + Callisto, oder die bekannte Mischung Motivell + Callisto + Certol B in Betracht. Über den Anteil von Certrol B entscheidet die Anzahl größerer Unkräuter.

Behandlungen bei starkem Wind:
Leider sind immer wieder Landwirte zu beobachten, die bei starkem Wind spritzen. Das ist keine gute fachliche Praxis, ökonomisch negativ, wie Pflanzenschutzmittel nicht dahin kommen wohin sie sollen, weil Schäden auf Nachbarflächen entstehen können und weil es dem Image schadet. Trotz aller Schwierigkeiten Behandlungen auf Morgen- und Abendstunden verlegen.


Kontakt :
mailto:joachim.bayer@landratsamt-heilbronn.de
Telefon: 7131/994-7358
i-fax: 07131/994-837358
Mobil:  0175/2619007




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