BeKi -Fachfrauen für Kinderernährung sind die Hauptsäule der baden-württembergischen Landesinitiative BeKi Bewusste Kinderernährung . Derzeit (Stand: 4/2007) sind landesweit 268 BeKi - Fachfrauen für Kinderernährung freiberuflich im Auftrag des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum tätig.
Was macht eine BeKi - Fachfrau für Kinderernährung?
Wie wird man BeKi - Fachfrau für Kinderernährung?
BeKi - Fachfrauen für Kinderernährung führen auf Anfrage Veranstaltungen für Eltern und andere Erziehende von Kindern im Alter von 6 Monaten bis zur 6. Klasse durch. Die Veranstaltungen finden in Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen, Familienbildungsstätten, in Kleinkindgruppen, in Tageseinrichtungen für Kinder oder in Schulen statt.
Für die unterschiedlichen Einsatzgebiete werden die BeKi-Fachfrauen vom Projektträger qualifiziert und laufend fortgebildet.
Kleinkindbereich
Zielgruppen sind u.a. Schwangere, Eltern und Tagesmütter. Die BeKi-Fachfrauen informieren über die Einführung der Beikost und die Hinführung zum Familienessen. Sie geben darüberhinaus Hilfestellungen bei der küchenpraktischen Umsetzung und beantworten Fragen zur Ernährungserziehung.
Kindergarten
Zielgruppen sind Eltern, ErzieherInnen und hauswirtschaftliches Personal. Neben Ernährungsthemen (kindgerechte Kost: was, wieviel, wann?) stehen Erziehungsthemen (worauf kommt es an?, Grundbedürfnisse eines Kindes, Regeln, Rituale) und die Umsetzung der Ernährungserziehung im Elternhaus sowie im Kindergarten/Kindertagesstätte im Rahmen der Erziehungspartnerschaft im Mittelpunkt. BeKi-Einsätze sollen die Bereitschaft der Bildungseinrichtung fördern, eine gute Kinderernährung in die Konzeption aufzunehmen.
Schulen
Zielgruppe sind SchülerInnen und LeherInnen sowie hauswirtschaftliches Personal und Eltern. In Schulen bieten die BeKi-Fachfrauen Unterricht, Aktionen und Projekte bis Klasse 6 an. Abgestimmt auf den Bildungsplan und in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften wird das Thema ausgewählt und in Theorie und Praxis mit den Schülern erarbeitet. BeKi-Einsätze sollen die Bereitschaft der Schulen fördern, eine gute Kinderernährung ins Schulprofil aufzunehmen. Anzustreben ist eine Einheit von vermitteltem Wissen im Unterricht und erlebtem Verhalten bzw. Verpflegungsangebot in der Pause und beim Mittagessen.BeKi - Fachfrauen arbeiten freiberuflich und planen ihre Veranstaltungen sowohl inhaltlich als auch terminlich selbständig in Absprache mit den BeKi - Koordinatorinnen bei den Landratsämtern, Abteilung Untere Landwirtschaftsbehörde.
Die Kosten für die Veranstaltungen werden vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum (MLR) in Stuttgart übernommen. Für Lebensmittel wird ein Kostenbeitrag von den Beteiligten erhoben. Wenn Sie als Eltern, Erzieher/in oder Lehrer/in in Baden-Württemberg Interesse für eine Veranstaltung mit Eltern oder Schüler/innen haben, wenden Sie sich an die BeKi - Koordinatorin beim Landratsamt in Ihrem Kreis. Hier erhalten Sie aktuelle Adressen von BeKi - Fachfrauen, die einen Einsatz nach Bedarf durchführen.
Die Tätigkeit ist besonders geeignet für Frauen in der Familienphase mit einer Berufsausbildung in den Berufsfeldern Hauswirtschaft und/oder Ernährung möglichst mit Erfahrung im Bereich der Erwachsenenbildung und/oder Pädagogik. Für die angebotene Tätigkeit muss genügend freie Arbeitskapazität vorhanden sein, um neben einer geringen Ausübung einer Berufstätigkeit oder der Familienarbeit Einsätze leisten zu können. Die Einsatzzahlen der bereits aktiven BeKi - Fachfrauen lagen im Einsatzjahr 05/06 im Durchchnitt bei 26 Einsätzen. (Mindestens 10 Einsätze pro Jahr werden von einer BeKi - Fachfrau erwartet)
Jährlich wird einmal im Januar der regionale Bedarf an neuen BeKi - Fachfrauen bei den Unteren Landwirtschaftsbehörden in den Landkreisen ermittelt. Interessentinnen können nach einem erfolgten Vorstellungsgespräch mit der zuständigen BeKi - Koordinatorin im Kreis ihre Bewerbungsunterlagen dort abgeben. In die nähere Auswahl gekommene Interessentinnen werden vom Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum zu einer Informationsveranstaltung im Mai des jeweiligen Jahres eingeladen. Dort werden die Anforderungen an BeKi - Fachfrauen noch einmal vorgestellt und geprüft, ob die Bewerberin den Anforderungen entspricht. 2008 werden keine neuen Fachfrauen ausgebildet.
BeKi - Fachfrauen für Kinderernährung erwerben in kontinuierlich angebotenen Fortbildungen des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zusätzliche Qualifikationen (Kleinkindbereich, Schule bis Klasse 6, ErzieherInnen- und LehrerInnenfortbildungen) und erhalten regelmäßig aktuelle Informationen aus den Bereichen Ernährung, Pädagogik und Persönlichkeitsbildung. Mindestens zwei Besprechungen pro Jahr durch eine BeKi - Betreuerin und mindestens zwei verpflichtende Weiterbildungsveranstaltungen sind von der aktiven BeKi - Fachfrau einzuplanen. Nur so ist ein einheitliches qualifiziertes Arbeiten aller BeKi-Fachfrauen im Land gewährleistet.
Interessentinnen die zu einem dreitägigen Einführungsseminar des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg in die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt in Aulendorf im Juli zugelassen werden, müssen vor der Teilnahme an einer Hospitation bei einer aktiven BeKi - Fachfrau in ihrem Landkreis teilnehmen. Nach dem Einführungsseminar erstellt die BeKi-Interessentin ein Konzept für eine Elternveranstaltung in einer Tageseinrichtung für Kinder. Danach wird ein Vertrag mit dem Land Baden-Württemberg abgeschlossen. Der Einsatzbereich einer neu ausgebildeten BeKi-Fachfrau beginnt im Kindergarten.
Falls Sie selbst Interesse an der Tätigkeit als BeKi - Fachfrau für Kinderernährung in Baden-Württemberg haben, wenden Sie sich bitte an die BeKi - Koordinatorinnen im Landratsamt.
Merkblatt für neue BeKi - Fachfrauen (pdf)
Anmeldebogen für neue BeKi - Fachfrauen (pdf)
Eh 7/07
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