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Die gartenbauliche Versuchstätigkeit in Hohenheim ist seit der Gründung der Bildungseinrichtung im Jahre 1780 integraler Bestandteil einer qualifizierenden Aus- und Weiterbildung im Gartenbau und fest im Schulbetrieb verankert.

Die Versuchstätigkeit hat neben dem pädagogisch-didaktischen Ansatz (für Unterrichtszwecke und für die Fortbildung von Betriebsleitern und Führungskräften im Gartenbau) den primären Wissenstransfer zum Ziel. Das heißt, Erkenntnisse der Grundlagenforschung werden aufgegriffen und in einer anwendungsbezogenen Forschung weiter bearbeitet, auf Praxistauglichkeit geprüft bzw. praxistaugliche Konzepte entwickelt.

Zahlreiche Versuche, insbesondere im Gemüsebau, Zierpflanzenbau sowie bei Stauden, Gehölzen und Rasen werden in einem bundesweiten Verbund mit anderen Versuchseinrichtungen koordiniert und teilweise auch als so genannte Gemeinschaftsversuche durchgeführt.

Im Rahmen der Versuche im Deutschen Gartenbau "Fachsparte Gemüsebau" liegt die Fachredaktion für Salate und Kräuter sowie in der "Fachsparte Zierpflanzenbau" für Impatiens neuguinea bei der Staatsschule für Gartenbau Stuttgart-Hohenheim.

Durch die Integration der Versuchstätigkeit in die Aus- und Weiterbildung werden die Schüler und Schülerinnen in die Lage versetzt, entsprechende Fachveröffentlichungen kritisch zu beurteilen, zu interpretieren sowie diese auf eine konkrete betriebliche Situation zu übertragen und gegebenenfalls relevante Fragestellungen im Praxisbetrieb zu bearbeiten.

Die Versuchstätigkeit wird ganz selbstverständlich zur schulinternen Lehrerfortbildung genutzt, auch für diejenigen Lehrkräfte genutzt, die nicht unmittelbar im Versuchswesen tätig sind. Darüber hinaus werden auch überregionale Lehrerfortbildungen angeboten.

Im gartenbaulichen Versuchswesen der Staatsschule werden drei Versuchstypen unterschieden, die ganz unterschiedliche Zielsetzungen haben:

1. Demonstrationsversuche            Versuche mit erwartendems Ergebnis (z.B. Nährstoffmangel)

                                                           für eine didaktische Demonstration

2. Screeningversuche                      Versuche mit einer hohen Zahl an Versuchsgliedern

                                                           (z.B. Sortimentssichtung) für didaktische Zwecke oder

                                                           als Vorauswahl für einen Exaktversuch

3. Exaktversuche                             Versuche mit geringerer Anzahl von Versuchsgliedern als

                                                           ein- oder mehrfaktorielle Versuchsanlage und entsprechender

                                                           Wiederholungen zur Prüfung spezieller Versuchsfragen.


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