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Newsletter Agrarmärkte Aktuell

Mit dem Newsletter Agrarmärkte bieten wir Ihnen 6 mal im Jahr eine zusammenfassende Darstellung über aktuelle Entwicklungen auf den landwirtschaftlichen Märkten.

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Rapspreise im Abwärtsstrudel – ist der Boden erreicht?

In den zurückliegenden 2 Monaten befanden sich die Rapskurse auf Abwärtstrend. Der Februarkontrakt 2018 verlor gut 40 €/t und notiert aktuell nur noch knapp unter 345 €/t.

Bewegt wird der Rapsmarkt derzeit von einer Reihe von Nachrichten und Fakten. Zum einen hat das USDA (amerikanisches Agrarministerium) ins seiner Januarschätzung erneute eine sehr solide Welt-Versorgung mit Ölsaaten für das aktuelle Jahr 2017/18 prognostiziert. Einer Produktion von 580 Mio.t steht ein Verbrauch von 574 Mio.t gegenüber. Die Bestände wachsen entsprechend auf gut 111 Mio.t. Insbesondere für die Sojabilanz, aber inzwischen auch für die Rapsbilanz 2017/18, werden Überschüsse gesehen. Es wird mehr erzeugt als verbraucht.

Zum anderen ist auf Seiten der Nachprodukte, den Schroten und Ölen, derzeit ebenfalls wenig Spielraum nach oben erkennbar. Mit 69,4 Mio.t wird, nach einer bereits im Vorjahr guten Ernte, die größte Palmölernte aller Zeiten erwartet. Hinzu kommt, dass derzeit die Verwertung europäischen Rapsöls im Biodieselsektor durch die gelockerten Importbedingungen für Biodiesel aus Argentinien & Co. erschwert wird. Einer Aufwärtsentwicklung der Preise für Rapskuchen und –schrote stehen moderate Sojaschrotpreise entgegen.

Ein großer Teil des Drucks auf die Preise ist aber auch der Eurokurs-Entwicklung geschuldet. Ein starker Euro in Relation zum US-Dollar (aktuell: 1,2253 US-$ je €uro) verbilligt Importe wie Sojaschrot, Pflanzenöle oder Biodiesel, verteuert aber den Export (>schwache Getreideexportzahlen der EU).

Betrachtet man die fundamentalen Nachrichten, v.a. die gute Versorgung, dürfte dies in den aktuellen Preisen bereits eingepreist sein. Aus dieser Sicht könnte der Boden erreicht sein. Massive Unsicherheit kommt aber von Seiten des Eurokurses. Eine Kursveränderung um 1 Euro-Cent führt bereits zu einer Veränderung des Rapskurses um ca. 3 €/t. Eine zuverlässige Prognose, wo die Reise hin geht, fällt daher schwer.


© Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

Stand: 24.01.2018

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Werner Schmid

07171 / 917 207

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