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Aktuelle Preise KW 45/18

(Baden-Württemberg)
 

Brotweizen
180
€/t
Braugerste
215
€/t
Futtergerste
173
€/t
Körnermais
170
€/t
Raps
350
€/t

Quelle: LBV

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Erzeugerpreise Weizen in Seitwärtsbewegung

Trotz einer schwachen Weizenernte in der EU-28 mit lediglich 136,2 Mio.t (Vorjahr 150,9 Mio.t) können sich derzeit weder die Terminkurse an der MATIF noch die lokalen Erzeugerpreise nach oben befreien. Seit Wochen verharren die Erzeugerpreise für Brotweizen im Süden Deutschlands auf einem Niveau um 17,50 €/dt. An der Börse Mannheim bewegen sich die Großhandelspreise franko in einem Band zwischen 19,80 bis 20,50 €/dt.

Zwar präsentiert sich nach Zahlen des USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) die weltweite Getreideversorgung der Saison 2018/19 defizitär. Dies ist aber vor allem einer schwachen Bilanz der Grobgetreide, allen voran Mais, geschuldet. Die Weizenbilanz zeigt zwar auch ein leichtes Defizit, dennoch soll sich der Endbestand bei Weizen zum 30.06.2019 noch auf gut 260 Mio.t belaufen. Damit läge der „stock-to-use-ratio“ zum Ende des Getreidejahres 2018/19 für Weizen noch bei 35,0%. Auf Basis dieses noch sehr soliden Endbestands agiert die Käuferseite derzeit noch sehr gelassen am Markt.

Allem voran wird das aktuelle Marktgeschehen durch eine gute russische und v.a. eine gute amerikanische Ernte belastet. Letzte wirkt insbesondere deshalb so stark auf den Markt ein, da der Handelsstreit zwischen den USA und China einen Teil der traditionellen Exportkanäle für amerikanische Agrargüter blockiert.

Mit Blick auf die nächsten Monate könnte sich das Blatt aber durchaus wieder etwas wenden. In Australien wird trockenheitsbedingt nur eine schwache Ernte erwartet. Diese Mengen werden auf dem Weltmarkt fehlen. Hinzu kommt, dass der Zustand der Saaten in Europa in vielen Fällen nicht optimal ist. Auch das Argument, dass die Ernte 2018 aufgrund des frühen Erntebeginns 2018 nahezu für 13 Monate reichen muss, wird immer wieder angeführt.

Unter diesen Gesichtspunkten könnte ab dem Jahreswechsel die 2. Hälfte des Vermarktungsjahres 2018/19 noch interessante Entwicklungen bereithalten. Dennoch gilt zu beachten: Nutzen Sie im Rahmen des Risikomanagements „gute“ Momente zur Vermarktung.


© Schmied,  LEL Schwäbsich Gmünd

Stand: 07.11.2018

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 2 Getreide

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