Service-Navigation

Suchfunktion

Blühmischungen und Gemenge


Als Gemenge bezeichnet man alle Mischungen mit mehr als zwei Kulturarten, z.B. Leguminosenanbau (z.B. Erbsen oder Linsen) mit einer Getreidestützfrucht (z.B. Gerste), ein Bohnen-Mais-Gemenge, ein Gemenge von Ackerbohnen und Futtererbsen, Kleegras oder Blühmischungen.

Ziel eines Gemengeanbaus ist die Steigerung der Biodiversität und die Nutzung der damit verbundenen Vorteile. Gemenge können Wachstumsfaktoren besser nutzen z.B. durch verschiedene Wurzelsysteme der Gemengepartner werden Nährstoffe räumlich besser erschlossen und effizienter genutzt. Bestände mit Leguminosen können einen Beitrag zur N-Versorgung der Gemengepartner leisten. Durch die unterschiedlichen Wuchsformen geben sich Gemenge optimaler Weise Halt und reduzieren die Lagerneigung der Mischungspartner. Durch die zeitlich versetzte Entwicklung ist der Boden schon vor der Reinsaat bedeckt, was Nährstoffauswaschung und Erosion verhindert. Mischbestände können einen Beitrag zur besseren Schaderreger- und Unkrautunterdrückung im Vergleich zur Reinsaaten leisten. Sie kompensieren abiotische und biotische Schadeffekte häufig besser und können dadurch eine langfristig bessere Ertragsstabilität im Vergleich zu Reinsaaten aufweisen.
Andererseits können durch die Wahl des falschen Mischungspartners auch negative Effekte durch gegenseitige Konkurrenz auftreten. Die Wahl der richtigen Mischungspartner ist also für den Erfolg des Gemengeanbaus entscheidend.

Ackerschläge lassen sich durch Ansaat mit ein- oder mehrjährigen Blühmischungen zu wertvollen Lebensräumen für die wildlebende Flora und Fauna entwickeln. Landwirtschaft und Blütenbestäuber befinden sich in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis. Es ist daher von großem Interesse, ihre Lebensbedingungen in Agrarlandschaften optimal zu gestalten. Da das Angebot an geeigneten Trachtpflanzen ganz entscheidend für die Entwicklung von Bestäuber-Lebensgemeinschaften ist, muss gewährleistet sein, dass eine entsprechende Nahrungsgrundlage während der gesamten Vegetationsperiode kontinuierlich zur Verfügung steht. Dies gilt bezüglich Qualität und Menge ebenso wie für die räumliche Erreichbarkeit.

Zu den Blühmischungen gehören auch die Wildpflanzenmischungen. Als solche bezeichnet man über mehrere Jahre nutzbare, blütenreiche Zusammenstellungen aus Wild- und Kulturpflanzenarten, die 1,5 bis 3,5 m hoch werden können.

Da auf den Flächen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt wieder Ackerbaukulturen angebaut werden sollen, sind neben tier- und pflanzenökologischen Gesichtspunkten auch produktionstechnische Vorgaben zu beachten, d.h. es sind Ansaatmischungen einzusetzen, die keine Probleme für die Folgenutzung mit sich bringen.

Die Artenzusammensetzung mehrjähriger Mischungen ändert sich über die Jahre von den zuerst dominierenden ein- bis zweijährigen Arten hin zu ausdauernden.

Blühmischungen können in der Biogasproduktion verwendet werden. Biomasseerträge variieren stark zwischen 5 und 15 t TM/ha, je nach Standort, Standjahr und Mischung.

Bezeichnung Typ
Alternativen zu Biogasmais -Versuchsergebnisse und Wirtschaftlichkeit (2013)pdf
Blühmischungen für Bienenpdf
Energiepflanzen für Biogasanlagen (FNR-Broschüre, 2013)pdf
Info zur Brachebegrünung mit Blühmischungen (2017)pdf
Kurzinfo - Dauerkulturen zur Biogasnutzung 2014 (V11-06)pdf
Kurzinfo Bestandesdichteversuch Topinambur 2015 (NWR 14-01)pdf
Versuchsergebnisse Biogaspflanzen (2012)pdf

Fußleiste