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Beweidung

Rinder in der Landschaftspflege



1. Historische Entwicklung der Rinderhaltung
2. Rassen
3. Eignung zur Landschaftspflege
4. Haltungsformen
5. Literatur
6. Links

 

Rinder


1. Historische Entwicklung der Rinderhaltung und -züchtung bis ins 20. Jahrhundert in Mitteleuropa

Für die Schweiz liegen erste Nachweise für die Haltung domestizierter Rinder aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. vor. Die lange vorherrschende These, dass die europäischen und auch die asiatischen Hausrinder vom mitteleuropäischen Auerochsen (Ur) abstammen, wurde erst in jüngster Zeit entscheidend in Frage gestellt. Nach EDWARDS, C. et al. (2007) gibt es Nachweise dafür, dass die Vorfahren der europäischen Hausrinder genau wie die der europäischen Schaf- und Ziegenrassen aus dem Nahen Osten (Syrien und Anatolien) stammen. Nachweise für eine Kreuzung mit dem Auerochsen, dem europäischen Wildrind, gebe es dagegen nicht. Die These lautet, dass Steinzeitmenschen vor ca. 8.000 Jahren damit begonnen haben, asiatische Rinder in organisierten Viehzügen nach Mittel- und Osteuropa zu bringen und dort getrennt von den einheimischen Wildrindern zu halten und zu züchten.

 

Bereits zum Zeitpunkt der Stadtgründung von Rom wurden Rinder als Arbeitstiere eingesetzt, deren Tötung jedoch verboten war und mit dem Tode bestraft wurde. Doch mit dem Überfluss an großem Vieh und dem Bedarf der Städte nach Fleisch wurde dieses Verbot nach und nach gelockert, so dass zunächst alte und kranke Tiere geschlachtet werden durften, später alle Tiere. Dennoch setzte sich Rindfleisch in Rom nie richtig durch, Rinder wurden weiterhin nach ihrem landwirtschaftlichen Nutzen, nicht nach der Schlachtqualität unterschieden. In den rheinischen Provinzen war dies jedoch nicht so, hier war das Rind hauptsächlich Fleischlieferant.

 

Die Rinder waren bis ins 20. Jahrhundert hinein aufgrund der schlechten Ernährungs- und Haltungsbedingungen in der Regel kleiner als die heutigen Hochleistungsrassen. So betrug nach FLAD (1987) in LUICK (1997) das Gewicht einer „ordentlichen“ Kuh des süddeutschen Alb- und Allgäuschlages im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts 150 bis 200 kg bei einer Widerristhöhe von 97 cm. Bei GAUER (1986) in LUICK (1997) heißt es aus einer agrargeschichtlichen Beschreibung der Eifel des Nepomuk von Schwerz im Jahr 1816/17 im Auftrag der preußischen Regierung:

„Pferde- und Rindviehzucht ist unbedeutend. Eine magere Kuh wiegt 150 bis 200 Pfund, ein Ochse bis 300 Pfund [...] Leider aber, dass die Weide an vielen Orten so kärglich ausfällt, dass die Kühe und Rinder nicht selten darauf zusammenfallen, und auf einer Leiter, wie auf einem Trauergerüste, ausgestreckt, nach Hause getragen werden müssen!“

Die Weiden wurden im Vergleich zu ihrem Potential intensivst genutzt, was zu einer großflächigen Überweidung und Devastierung der Landschaft führte.

So gab es zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Vielzahl extensiver Dreinutzungslandrassen (müssen Milch, Fleisch und Arbeitskraft liefern), die an ein karges Futterangebot mehr oder weniger angepasst waren. Nur in Gebieten mit besserer Futterversorgung wurden leistungsfähigere Rinder gehalten. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte die gezielte Zucht mit differenzierten Zuchtzielen ein (LUICK 1997).

 

Entwicklung der Rindviehhaltung im 20. Jahrhundert

Während die Viehhaltung bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen der Eigenversorgung diente, wandten sich die Bauern in für den Ackerbau weniger begünstigten Gebieten mit dem Aufkommen der Eisenbahn verstärkt der Viehzucht und Milchwirtschaft zu.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein wurde die Dreinutzungsform der Rinder beibehalten. Dann wurde das Rind als Pflugtier vom Pferd und später Traktor verdrängt, es entstanden Zweinutzungs- (Milch und Fleisch) oder Einnutzungsrassen (Milch oder Fleisch).

 

Heute ist die Rindviehhaltung in Baden-Württemberg mit 36% Anteil der Verkaufserlöse der wichtigste Produktionszweig der Landwirtschaft, wobei 70% der Betriebe Milchviehbetriebe sind. Kennzeichnend für die letzen Jahrzehnte ist die starke Intensivierung der Milchviehhaltung:  so hat sich durch Züchtungfortschritte und vor allem die Intensivierung und "Optimierung" der Fütterung die Milchleistung kontinuierlich erhöht (z. B. zwischen 1991 und 2003 um ca. 125 l  je Kuh und Jahr) und ist 2006 in Baden-Württemberg bei einer durchschnittlichen Jahresleistung von über 6.000 l je Milchkuh angelangt (mit Spitzenwerten über 10.000 l).

 

Abgenommen hat jedoch die Zahl der milchvieh- und rinderhaltenden Betriebe in Baden-Württermberg und der Milchvieh- und Rinderbestand insgesamt. Nach mehr oder weniger stabilen Bestandszahlen von Mitte der 70er- bis Anfang der 80er Jahre kam es 1984 mit der Einführung der Quotenregelung zum Paradigmenwechsel auf dem europäischen Milchmarkt und in der Folge zu einem drastischen bis heute andauernden Rückgang, der nahezu zu einer Halbierung des Milchkuhbestandes führte (2005 noch ca. 380.000 Milchkühe in Baden-Württemberg). Mehr noch als der Milchkuhbestand ging im gleichen Zeitraum die Zahl der Milchvieh haltenden Betriebe zurück. Seit 1984 (60.800 Betriebe in Baden-Württemberg) haben mehr als drei Viertel aufgegeben (2005 noch 14.300 Betriebe). Und ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen, auch weil die Preise für Milchprodukte seit Jahren zu niedrig für eine lohnende Produktion sind.

Für die Landschaftserhaltung sind verschiedene Aspekte der geschilderten Entwicklung nachteilig:

  • Durch die Abnahme der Tierzahlen (nicht nur der Milchkühe, sondern auch der Rinder) werden weniger Weiden und Futterwiesen benötigt. Dies führt in Baden-Württemberg zu einem Grünland-Überschuss von ca. 135.000 ha bzw. 21% (in manchen Landkreisen über 50%) der Gesamt-Grünlandfläche, die nicht für die Tierfütterung benötigt werden (RAAB, K. und RÖSCH, C., 2005). Dies bedeutet, dass die Landwirtschaft an schwer bewirtschaftbaren oder erreichbaren Grünlandflächen das Interesse verliert und deren Erhaltung in Frage gestellt ist.
  • Auch die Fütterungsintensivierung in der Milchviehhaltung wie in der Rindermast - die Umstellung von Heu, Öhmd und Weide auf Gras- und Maissilage bzw. Raps- und Sojaschrot, also von Grünland- auf Acker- bzw. Importfutter - trägt zum "Grünlandüberschuss"  bei.
  • Mit der Fütterungsintensivierung ging und geht die  Grünlandintensivierung und damit die Umwandlung von artenreichem, standortgebundenem Grünland zu Fettwiesen und -weiden einher, da die anfallende Gülle auf dem Grünland ausgebracht wird und die Wiesen durch häufigeren und frühen Schnitt (Silagenutzung) einförmiger werden. Beispiel Südschwarzwald: Hier sind zwischen 1960 und 1980 über 90% der bis dahin durchweg mageren bis mäßig nährstoffreichen Wiesen in eutrophes Grünland umgewandelt worden. Dabei steigerten sich die jährlichen Futtererträge von oft weniger als 35 dt TM/ha auf über 100 dt TM/ha und mehr (NOWAK, B. und SCHULZ, B., 2002). Diese Zahlen dürften auch auf andere Teile Baden-Württembergs zutreffen. Eine Re-Extensivierung ist langwierig und schwierig, der vorige Zustand (Artenzahlen und -zusammensetzung) wird trotz Aushagerung und Mulchsaat o. ä. in der Regel nicht mehr erreicht, zumal auch die entsprechenden Betriebsstrukturen zur Bewirtschaftung oft nicht mehr existieren.
  • Durch den drastischen Rückgang der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte (infolge der Rationalisierung und des Höfesterbens) nimmt die rationelle Bewirtschaftung zu und die Kapazität und die Bereitschaft der Betriebe für Landschaftspflegearbeiten ab, insbesondere auch für (motor-)manuelle Arbeiten auf schwer bewirtschaftbaren Flächen. Diese Leistungen können häufig nicht (mehr) aus der landwirtschaftlichen Produktion quer finanziert werden, sondern werden entweder den Betrieben in Form von Agrar-Umweltleistungen abgegolten oder direkt von öffentlich finanzierten Landschaftspflegetrupps erledigt.

Allerdings hat in den Zeiten der Intensivierung der Milchviehhaltung und Bullenmast auch eine kapital- und arbeitsextensive Haltungsform zur Rindfleischerzeugung zugenommen: die Mutterkuhhaltung. Mutterkuhhaltung  bedeutet, dass jede Kuh ihr eigenes Kalb von der Geburt bis zum Absetzen von der Muttermilch selbst aufzieht, je nach Rasse und Produktionsrhythmus bis zum Alter von 6 - 10 Monaten. Die Mutterkuhherden werden in der Regel im Sommerhalbjahr auf der Weide und im Winter im Laufstall (teilweise, je nach Regionalklima und Rasse auch auf der Weide mit Zufütterung und Unterständen) gehalten. Damit handelt es sich um die extensivste und gleichzeitig tiergerechteste betriebliche Haltungsform, da die Sozialstruktur der Herden derjenigen von wildlebenden Boviden recht nah kommt.

Wirtschaftsziel der Mutterkuhhaltung ist die Produktion von hochwertigem Qualitätsrindfleisch aus wirtschaftseigenem Futter. Für den wirtschaftlichen Erfolg ist besonders die Vermarktung wichtig. In Baden-Württemberg herrscht die Vermarktung von Fleisch direkt ab Hof an den Endverbraucher (Direktvermarktung) vor.

Der Futterflächenbedarf liegt mit 0,75 bis 1,2 ha je Kuh einschließlich Nachzucht wesentlich höher als in der Milchviehhaltung und in der Bullenmast. Wegen des Bedarfs größerer zusammenhängender Weideflächen gibt es relativ wenige Herden mit mehr als 50 Mutterkühen. In Baden-Württemberg werden derzeit (2006) in ca. 7.000 Herden 57.800 Mutterkühe gehalten, das sind 13,2 % des gesamten Kuhbestandes.

 

Das Heckrind: Dedomestikation des Hausrindes : "Zurück zum Auerochsen!"

Auch jenseits landwirtschaftlicher Interessen gab und gibt es Züchtungsbemühungen:

Bislang war Lehrmeinung, dass alle europäischen Hausrindrassen vom Ur oder Auerochsen (Bos taurus primigenius) abstammen. Diese Lehrmeinung wird inzwischen von Paläontologen in Frage gestellt, die aufgrund von genetischen Analysen die Stammeltern der heutigen europäischen Rinderrassen genau wie die der Ziegen- und Schafrassen im Nahen Osten verorten. Nach dieser These wurden die domestizierten Rinder des Nahen Ostens vor ca. 8.000 Jahren in relativ kurzer Zeit nach Europa eingeführt und verdrängten dort nach und nach die ansässigen Auerochsen. Ob es Kreuzungen zwischen Wild- und Hausform gegeben hat kann bislang nicht völlig ausgeschlossen werden, doch weisen die Daten darauf hin, dass die Neolithiker ihre neu eingeführten Rinder weitestgehend von den Auerochsen fernhielten (Forschungen der Universität Mainz).

Der Auerochse jedenfalls, der schon vor der letzten Eiszeit in fast ganz Europa heimisch war,  wurde schon in der Steinzeit bejagt, wie Höhlenmalereien wie in Lascaux belegen. Nach den großen Rodungsperioden im 9. bis 11. Jahrhundert in Mittel- und Westeuoropa wurde der Auerochse nach und nach dezimiert bzw. ausgerottet. Das letzte Exemplar, eine Kuh, wurde 1627 von Wilderern im heutigen Polen erlegt. 

Ausgehend von der Annahme, dass man solange nicht von Aussterben des Ur oder Auerochsen reden kann, solange (vermeintlich?) Millionen von Nachkommen mit zum Teil noch sehr ursprünglichen Merkmalen existieren, begannen die Brüder Heinz und Lutz Heck (damals Leiter der Tiergärten in Berlin und München) in den 1920er Jahren ursprüngliche Rinderrassen zu kreuzen, um den Auerochsen "rückzuzüchten".
Sie verwendeten dabei das Korsische Rind, das Schottische Hochlandrind, das Ungarische Steppenrind, das Spanische Kampfrind sowie einige andere  Rinderrassen und erzielten dabei - zumindest phänotypisch - beträchtliche Erfolge. Nach dem 2. Weltkrieg führten nur einige wenige Zoos und Wildparks, darunter seit 1952 das “Eiszeitliche Wildgehege im Neanderthal” bei Düsseldorf, die Arbeit der Gebrüder Heck systematisch fort. Zuchtziel sind alle rekonstruierten Merkmale des Auerochsen wie die Größe, deutlicher Geschlechtsdimorphismus (Bulle wesentlich größer als Kuh , Bulle schwarz mit hellem Aalstrich auf dem Rücken, Kuh braun), Form der Hörner, ausgeprägtes Winterfell. Obwohl die größten Heckrinder mittlerweile ein Stockmaß von 160 cm (Bulle) bzw. 140 cm (Kuh) erreichen können, bleiben sie damit immer noch hinter dem Auerochsen zurück. Des Weiteren wird diskutiert, dass die Tiere zu große Euter und Hoden besitzen, was als Haustiermerkmal gilt. Auch sind die Heckrinder noch nicht so schlank und hochbeinig wie ihr vermeintlicher Vorfahr.

 

In den 1990er Jahren haben Forschung und Naturschutz die Heckrinder für sich entdeckt, so dass sie seitdem nicht nur weitergezüchtet, sondern auch für die Landschaftspflege, mehr noch jedoch für die großflächige Entwicklung halboffener Weidelandschaften eingesetzt werden, häufig zusammen mit anderen "großen Pflanzenfressern" wie Pferden oder Rotwild. Vorreiter waren bereits in den 1980er Jahren die Oostvaardersplassen, ein großes Naturentwicklungsgebiet in einem niederländischen Polder, wo große Weidetiere, darunter Heckrinder, die Landschaft für die zahlreiche Zug- und Brutvögel offen halten. Inzwischen gibt es auch in Deutschland etliche Landschaftsentwicklungs-Projekte mit Heckrindern, häufig in Flussauen oder auf ehemaligen Truppenübungsplätzen (vgl. Links). Begleitet wurde und wird die Renessaince der Heckrinder von der Diskussion der "Mega-Herbivoren-Theorie", der Diskussion darüber, wie die nacheiszeitliche Landschaftsentwicklung in Mitteleuropa ablief und welchen Einfluss Elch, Wisent, Wildpferd, Auerochse, Rotwild etc. darauf hatten.


 

2. Rassen

 

Tab. 1 : Eigenschaften von Rindern im Hinblick auf die extensive Freilandhaltung (ergänzt nach BECK) (zum Vergrößern anklicken - Word)

Die Liste ist nicht abschließend und bezieht sich ausschließlich auf insbesondere zur Mutterkuhhaltung geeignete Rinderrassen!!

Rinder auf der Weide

 

3. Eignung zur Landschaftspflege

 

Für Biotoptypen wie z. B. die Flügelginsterheiden und Landschaftselemente wie die Weidbuchen im Schwarzwald, die durch Rinderbeweidung entstanden sind, gibt es kein besseres Mittel zur Erhaltung als die Fortsetzung oder Neubelebung der Rinderweide.

 

Die Auswirkungen der Beweidung durch Rinder sind prinzipiell unterschiedlich zu denen anderer Weidetiere. So ist die Trittbelastung aufgrund des Körpergewichts i.d.R. eher hoch, wogegen das Fressverhalten weniger selektiv als z.B. bei Schafen ist, das Futteraufnahmespektrum allerdings im Wesentlichen auf krautige Pflanzen und Gräser beschränkt ist. Für die Beweidung mit Rindern prädestiniert sind natürlich v.a. solche Standorte, die durch Rinderbeweidung entstanden sind, wie z.B. die Allmendweiden des Südschwarzwaldes.

Grundsätzlich und ein geeignetes Weidemanagement vorausgesetzt, sind jedoch alle Rinderrassen zur Landschaftspflege geeignet. Nichtsdestotrotz gibt es Rinderrassen und Haltungsformen, die besser geeignet sind als andere. Eine Hochleistungsmilchkuh wird mit dem Aufwuchs einer Landschaftspflegefläche kaum die erwünschte Leistung erbringen. So eignen sich zur Landschaftspflege vor allem die extensive – d.h. wenig arbeitsaufwändige – Mutterkuh- und Weideochsenhaltung,   Jungtieraufzucht  und Pensionsviehhaltung. Hierfür eignen sich wiederum v.a. Zweinutzungs- und Fleischrassen, die sich durch folgende Eigenschaften auszeichnen:

  • Wetterhärte (daher ganzjährige Freilandhaltung möglich);
  • Anpassungsfähigkeit an den jeweiligen Standort bzw. wechselndes Futterangebot;
  • Gutes Trittverhalten (z.B. durch geringes Körpergewicht und/ oder breite Klauen);
  • Geringer Betreuungsaufwand;
  • Gutmütigkeit.

Bezüglich der Verwertungseigenschaften  unterschiedlichen Grünguts durch verschiedene Rinderrassen bestehen kaum Unterschiede aufgrund physiologisch rassenspezifischer Unterschiede, vielmehr sind die Ausbildung der Verdauungsorgane (vor allem das Volumen) beim Heranwachsen der Kälber im Alter von 2–9 Monaten unter „extensiven“ Weideverhältnissen und Lern- und Gewöhnungseffekte im Hinblick auf die Schmackhaftigkeit von Futter entscheidend, so dass z.B. eine auf extensiven Standorten aufgewachsene Fleckvieh-Kuh Grüngut von extensiven Standorten besser nutzen kann, als eine auf besseren Standorten aufgewachsene Highland-Kuh (LUICK mdl, 10.01.03).

 

 

Leichte, robuste Rassen sind gerade für extreme Standorte (z.B. durch höhere Toleranz gegenüber Weideparasiten und Witterungs- und Standorteinflüssen wie Feuchtigkeit) gut geeignet und repräsentieren darüber hinaus noch ein altes Kulturgut wie z. B. die Hinterwälder, eine autochthone Schwarzwaldrasse (LUICK 2002: 52).

 

Tabelle Eignung von Rinderrassen

Hinterwälder (Foto: S. Krebs)

Tab. 2: Eignung von Rinderrassen zur Beweidung von Grünlandtypen (ergänzt aus MICHELS 2000)   (zum Vergrößern anklicken - pdf)

 



Untersuchungen von LUICK (1996) und WAGNER (2002) auf der Schwäbischen Alb zeigen deutlich, dass bei angepasstem Weidemanagement auch auf ehemaligen Mähdern, also Heuwiesen, keine negativen Auswirkungen auf Flora und Fauna entstehen. Nach WAGNER ändert sich die Artenzusammensetzung bei Beweidung einer bis dato gemähten Fläche kaum, auch Trittfestigkeits- und Mahdverträglichkeitszahl verändern sich nur geringfügig. 

 

 

 Abb. aus WAGNER (2002)

LUICK stellt nach 3 Versuchsjahren auf Rinder-Extensivweiden in Balingen-Zillhausen sogar eine höhere floristische und faunistische Vielfalt im Vergleich zu 1x jährlich gemähten Mähflächen fest:

  • Die beweidete Parzelle ist deutlich blütenreicher als die Mähfläche;
  • Auf der Weidefläche ist die floristische Vielfalt deutlich höher;
  • Wiesensalbei (Salvia pratensis) und Echter Steinklee (Melilotus officinalis) zeigen auf der Weidefläche eine signifikant höhere Stetigkeit;
  • Nur auf Weideparzellen tritt mit Tendenz zur Ausbreitung Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) auf;
  • Die Mahdfläche zeigt deutliche Anzeichen der Verfilzung; die einmalige Pflegemahd reicht nicht aus, um die Produktivität abzuschöpfen (ca. 28 dt TM/ ha/ a);
  • Auf den Weideparzellen konnten deutlich mehr Arten von Tag- und Nachtfaltern gefunden werden, als auf einer im gleichen Standortkomplex liegenden 2-schürigen Glatthaferwiese(LUICK 1996).

Kriterien für ein naturschutzgerechtes Weidemanagement sind (nach LUICK 2001, OPPERMANN & LUICK 1999 UND STARK 2002 in LUICK 2002):Braunvieh Jungvieh; Foto: C. Harf

  • Im Weidesystem haben dauerhaft ungenutzte Strukturelemente in Form von Hochstaudenfluren, Steinriegeln, Schilfflächen, Altholz etc. einen Anteil von mind. 10%.
  • Ein Anteil von ca. 20 – 30% selektiver Weidereste wird im gesamten Weidesystem toleriert, d.h. jahrweise wechseln selektiv unterbeweidete Flächen, aber auch Flächen mit temporärer Überbeweidung und sogar kleinflächig offenen Bodenstellen.
  • Das Weidesystem besteht mosaikartig aus großflächig gekoppelten Standweiden, Mähweiden und reinen Wiesen; sowohl aus ökologischen als auch ökonomischen Überlegungen ist eine möglichst zusammenhängende Mindestgröße von 30 bis 50 ha anzustreben.
  • Besatzstärke und Besatzdichte werden flexibel nach Zeitpunkt, Zeitraum und Fläche entsprechend der aktuellen Produktivität gesteuert. Als grobe Richtwerte sind in besonders produktionsschwachen Lagen 0,3 bis 0,5 GV/ ha, für montane Regionen 0,5 bis 0,8 GV/ ha und für produktivere Niederungsflächen 0,8 bis 1,5 GV/ ha anzusetzen.
  • Es erfolgt kein Biozideinsatz und keine Düngung (Ausnahmen auf Flächen mit extrem einseitigen Pflanzenbeständen, wo aufgrund der Nährstoffverhältnisse eine gelegentliche leichte Grunddüngung sinnvoll ist).
  • Die Entscheidung für eine Tierart oder Rasse ist nicht zwangsweise gegeben, sondern eröffnet abhängig vom Standort und der Wirtschaftlichkeit verschiedenste Varianten. Oft stehen noch lokale Landrassen zur Verfügung.

Eignung von Heckrindern für die Landschaftspflege- und Entwicklung:

Heckrinder sind sehr gut geeignet für die Beweidung von feuchten Grünlandstandorten, Überschwemmungs-/Retentionsflächen, Flussauen, halboffenen Auenlandschaften und Auwäldern (zum Erhalt oder zur Wiederherstellung dieser wertvollen Flächen), die für Schafe, viele Rinderrassen und Mähmaschinen i. d. R. zu nass sind. Sie tragen zu einer dynamischen Fließgewässerentwicklung bei, die etwa im Rahmen von Renaturierungsprojekten erwünscht ist. Sie sind sehr widerstandsfähig, extrem winterhart und können ganzjährig draußen gehalten werden. Im Winter fressen sie selbst Schilf und Weideunkräuter wie großblättrige Ampferarten, die von anderen Weidetieren verschmäht. Gehölze wie Eschen (treiben wieder aus) und Erlen werden verbissen. Heckrinder hinterlassen ein sehr abwechslungsreiches Vegetationsmosaik aus kurz- und langrasigen Beständen und kleinflächig offenen Bodenstellen im Bereich von Tränkstellen an Gewässerufern, was sich sehr positiv auf die biologische Vielfalt auswirkt: So konnten auf einer mit Heckrindern beweideten Fläche 83 höhere Pflanzenarten, darunter 20 verschiedene Gräser, sowie 12 Fledermausarten festgestellt werden, die ebenso wie viele Vogelarten von dem Insektenreichtum dieser Flächen profitierten.


 

4. Haltungsformen

Zur Landschaftspflege eignen sich insbesondere sog. „Extensivweidesysteme“ (Mutterkuhhaltung, Pensionsviehhaltung, Jungtieraufzucht, Weideochsenhaltung), die nach LUICK (1994) wie folgt beschrieben werden können:

  • Düngemittel (Mineraldünger oder Gülle) werden nicht eingesetzt. Sie sind aus ökologischer Sicht nicht erwünscht und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht lohnend.
  • Durch die unregelmäßige Pflege und ein Weidemanagement, das neben standörtlichen auch ökologische Aspekte berücksichtigt , werden spontane und zufallsbedingte Entwicklungsprozesse gefördert. Auf Extensivweiden kann sich daher durch Fraß, Tritt und Dung der Tiere eine reiche Strukturvielfalt einstellen. Diese wiederum begünstigt die Entwicklung artenreicher Lebensgemeinschaften.
  • Die geringe Produktivität auf Extensivweiden und die reduzierte Weidepflege führen zu hohem Flächenbedarf bei gleichzeitig geringer Besatzdichte.
  • Die Pflanzen- und Tiergemeinschaften herkömmlicher Weiden unterscheiden sich meist deutlich von Wiesen. Vorliegende Erfahrungen lassen jedoch erkennen, dass bei extensiver Weide die Artenpotentiale schützenswerter Wiesen weitgehend erhalten bleiben, wenn auch einzelne Arten in anderer Kombination und Dichte zusammentreten.

Folgende Aspekte sind bei der Einrichtung von Extensivweiden generell zu berücksichtigen (Nach LUICK 1994):

  • Die Besatzdichte wird von spezifischen Rassemerkmalen, der Produktivität des Standorts und der Flächengröße bestimmt. Für die Mutterkuhhaltung kann als Richtgröße für eine Mutterkuh mit Kalb auf extensiven Standorten ein Flächenbedarf von ca. 2ha angenommen werden.
  • Bei der Beweidung von standörtlich problematischen Flächen (nass, steil, trocken) ist immer mit klimatisch begründeten zeitlichen Engpässen zu rechnen. Entsprechende Ersatzflächen müssen daher kurzfristig verfügbar sein.
  • Standorte mit besonders empfindlichen Pflanzen- und Tierarten sollten aus einer geregelten Beweidung ausgegrenzt werden (z.B. Quellsümpfe, besondere Trockenstandorte).
  • Zu den notwendigen Weideinstallationen gehören die Einfassung mit einem hütesicheren Weidezaun, Schattenplätze (Waldflächen, Bäume, mobiler Unterstand), Fang- und Behandlungsstand, Fütterungseinrichtungen nach Bedarf und ausreichende Wasserversorgung.
  • In Abhängigkeit von Standortverhältnissen, Klima, Flächengröße und Rasse kann eine Einstallung während der Wintermonate notwendig sein. Die Einstallung erfordert die Werbung von Winterfutter und Einstreumaterial, die beim Flächenbedarf des Weideverfahrens zu berücksichtigen sind.

Hinzu kommen betriebswirtschaftliche Kriterien (nach LUICK 2002):

  • Die Verfügbarkeit von arrondierten weidefähigen Flächen mit geringen oder keinen Nutzungskosten.
  • Das Vorhandensein von Altgebäuden, die ohne großen Kapitalaufwand in Stallungen oder Unterstände umgebaut werden können.
  • Die optimale Nutzung von Prämien und Ausgleichszahlungen.
  • Die Produktion nach Öko-Richtlinien und Aufpreisvermarktung

Tab. 3: Haltungsansprüche verschiedener Rinderrassen (pdf)

 

Eine insbesondere für die Mutterkuhhaltung geeignete Haltungsform ist die ganzjährige Freilandhaltung. Folgende Anforderungen an die Gestaltung der ganzjährigen Freilandhaltung stellen sich (nach KTBL 2002):

  • Flächengröße und –struktur: ausreichender Ausweichraum muss vorhanden sein, um angeborene Verhaltensweisen, wie die Absonderung von der Herde zur Kalbung, ausüben zu können. Der Ausweichabstand liegt bei Rindern bei 0,5 – 2,0m (GRAUVOGEL 1983 in KTBL 2002).
  • Wasserversorgung: Tiergerechte frostsichere Tränkeinrichtung, die leicht bedienbar ist (z.B. Schalentränken, Trogtränken); für je 10 – 15 Rinder eine Tränkeinrichtung, bei Trogtränken mit 200cm Länge genügt ein Trog für 25 – 30 Tiere.
  • Futterplatz: abhängig von Art und Menge des angebotenen Futters sowie der Größe der Tiere und deren Hornlänge; Für die rationierte Fütterung Verhältnis Tierzahl: Fressplatz 1:1; bei Vorratsfütterung über mehrere Tage ist eine Überdachung der Außenfutterstelle zu empfehlen, um die Futterqualität zu sichern. Eine großflächige Ausbringung von Silage oder ähnlichem Grundfutter kommt dem Verhalten der Tiere entgegen, gemeinsam zu fressen. Bei ausschließlicher Heu- und Strohfütterung sind 5 Fressplätze je Raufenfressplatz vorzuhalten. Bei Silagevorlage ist ein engeres Tier/Fressplatzverhältnis notwendig.
  • Witterungsschutz: notwendig ist ein ganzjähriger windgeschützter Witterungsschutz, der bei jeder Windrichtung sowie bei Regen und Schnee wirksam ist, notwendig, z.B. Hecken, Bäume, Büsche, Wald. Der Witterungsschutz muss für alle Tiere einer Gruppe genügend Aufnahmekapazität bieten. Der Liegeflächenbedarf für eine Mutterkuh liegt bei ca. 4m². Der Witterungsschutz muss erforderlichenfalls mit trockener Einstreu versehen werden, die regelmäßig gewechselt werden muss.
  • Einfriedung: Stacheldraht sollte vermieden werden, ebenso spitze Winkel. Es sollten Ausweichmöglichkeiten angeboten werden, um die Entstehung von Sackgassen zu verhindern. Gefahrenzonen für Kälber (z.B. Gräben) sind auszuzäunen.
  • Handling: tägliche Betreuung beugt Scheu der Mutterkühe vor dem Menschen vor. Zur Behandlung und Herdenführung sind Fang- und Behandlungsanlagen vorteilhaft. Wird die Einrichtung so integriert, dass die Tiere sie auf ihren täglichen Wegen passieren müssen, stellt sich bald ein Gewöhnungseffekt ein und der Stress bei Fangvorgängen wird gemindert.

 

Zur Winteraußenhaltung ist ferner notwendig (nach WAßMUTH 2002):

  • Die Vorbereitung der Tiere auf die Winterperiode: Gesundheit, Freiheit von Ektoparasitenbefall (à Entwicklung eines Winterfells), Aufzucht unter Freiland- oder Außenklimabedingungen, gute Kondition der Tiere
  • Winterkalbung vermeiden, aufgrund der geringeren Kältetoleranz neugeborener Kälber
  • Gewöhnung an Winteraußenhaltungsflächen

 

I.d.R. sind Rinder, die das ganze Jahr über draußen gehalten werden, gesünder, da Atemwegserkrankungen und Ektoparasiten nicht vorkommen, wie Untersuchungen im Solling zeigen (WAßMUTH, HEIKENS UND LANGHOLZ 2000 in WAßMUTH 2002).

 

Umweltverträglichkeit (nach WAßMUTH 2002):

Flachgründige Böden mit hohem Sandanteil (Ranker, Rendzinen, Sand, Braunerden) sind aufgrund der besseren Regenerationsfähigkeit der Grasnarbe und der Bodenoberfläche besser für die Winteraußenhaltung geeignet, als Lehm- und Tonböden. Allerdings können die N-Einträge in den Untergrund groß sein, wenn hohe Exkrementmengen punktuell anfallen (z.B. am Futterplatz). Eine umweltverträgliche Gestaltung setzt daher bei einem zentralen Futterplatz die Befestigung der Fläche oder die Verwendung von Einstreu voraus. EBEL UND MILIMONKA (1998) (in WAßMUTH 2002) beobachteten, dass mit einer Einstreumenge von 3,5 kg pro GV und Tag bereits 50% des Exkrement-Stickstoffs gebunden werden. ISSELSTEIN, BENKE UND KÖNIG (1999 in WAßMUTH 2002) empfehlen 15 bis 20 kg Einstreu pro GV und Tag. Als Alternative bietet sich das regelmäßige Umsetzen der Futterstelle in Abhängigkeit vom N-Gehalt des Bodens und der Herdengröße an. Hierfür muss allerdings die Fläche befahrbar sein. Eine andere Möglichkeit bietet die dezentrale Versorgung der Tiere mit Futter, bei dem mittels eines Verteilerwagens das Futter an wechselnden Plätzen auf dem Boden vorgelegt wird. Als vielversprechendes Verfahren gilt das Anbieten von „“ auf Ackerflächen. Im Spätsommer wird nach dem Räumen der Hauptfrucht oder vorher durch Untersaat eine Ackergrasfläche angelegt. Dieser Aufwuchs kann natürlich nur als Winterfutter dienen, wenn wintergrüne Arten gesät werden. Der zusätzliche Winterfutterbedarf über konservierte Vorräte ist minimal, wenn der Aufwuchs zu Beginn des Winters etwa 2,2 t TM pro GV und ha beträgt, so dass Winterfutterkosten eingespart werden. Dieses Verfahren führt zur Verteilung der Exkremente auf der gesamten Fläche, da nur an wenigen Tagen an einem zentralen Futterplatz zugefüttert werden muss. Als günstiger Hauptbestandsbildner für die Winterweide wird für die gemäßigten Breiten der Rohrschwingel (Festuca arundinacea) angesehen. Nach Erhebungen in der Praxis ist Winterfutter auf dem Halm, basierend auf Festuca arundinacea , im Futterwert vergleichbar mit Heu mittlerer Qualität (BARTHOLOMEW ET AL. 1997 in BOBERFELD 1997).


 

5. Literatur



  • BEDNARZ, H. (2003): Wilde Weiden - Betriebswirtschaftliche Modellrechnungen für extensive, naturnahe Mutterkuhhaltung. 38 S.
  • BETZHOLZ, T. (2005): Last oder Lust mit der Milch? in: Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 10/2005, S. 40-44
  • BOBERFELD, W.O. VON (1997): Winteraußenhaltung von Mutterkühen in Abhängigkeit vom Standort unter pflanzenbaulichem Aspekt. – Münster-Hiltrup: Landwirtschaftsverlag: Berichte über Landwirtschaft 75 (4): 604 - 618
  • BOBERFELD, W.O. VON (2000): Mutterkuhhaltung: Grünlandpflege mit Gewinn. In: Naturlandstiftung Hessen e.V. (Hrsg.): Lebensraum S. 8 ff. Friedrichsdorf.
  • BUCHWALD, J. (1994): Ökonomische Analysen von Systemen zur extensiven tiergebundenen Grünlandnutzung in der Bundesrepublik Deutschland. – AID-Informationen für die Agrarberatung 5406: 2. Jahrgang 6: 10 – 11.
  • BUNDESMINISTERIUM FÜR VERBRAUCHERSCHUTZ, ERNÄHRUNG UND Landwirtschaft (Hrsg.) (2002): Agenda 2002. Tierprämien. – Bonn.28 S.
  • EDWARDS, C. et al. (2007): Genetic Mitochondrial DNA analysis shows a Near Eastern Neolithic origin for domestic cattle and no indication of domestication of European aurochs. Proc. R. Soc. B 2007, 274, 1616: 1377-1385.
  • EISCHEID, I. et al. (2006): Entwicklung einer halboffenen Weidelandschaft im Großraum Hamburg. in: NATUR UND LANDSCHAFT 3/2006: 122-129
  • ELLINGER, M. & SCHLUND, W. (2001): Hinterwälder Rinder pflegen Grindenlandschaft im Nordschwarzwald. Naturschutzzentrum Ruhestein. In: nafaweb. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg.
  • GOLZE, M. (1997): Extensive Rinderhaltung. - Verlagsunion Agrar
  • HAMPEL, G. (2005): Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung. 3. neu bearbeitete Auflage. Ulmer Verlag, Stuttgart. ISBN 3-8001-4779-3
  • HARDEGG, F. und MÜLLER, W. (2007): Robustrinder. Highland Cattle & Galloway. Österreichischer Agrarverlag, Wien. 96 S. ISBN 978-3-7040-2275-2
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