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Werner Schmid

Referent pflanzliche Märkte


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Marktlage Raps

Die Welt-Rapsbilanz 2017/18 zeigte sich erstmals nach mehreren Jahren wieder leicht überschüssig. Einer Ernte von 74,8 Mio.t stand ein Verbrauch von 72,7 Mio.t gegenüber. Das neue Wirtschaftsjahr 2018/19 soll hingegen nach der Julischätzung des USDA wieder eine leicht defizitäre Rapsbilanz mit einer Produktion von 72,4 Mio.t und einem Verbrauch von 73,1 Mio.t bringen. In der EU-28, Stand Juli 2018, soll auf 6,83 Mio. ha Anbaufläche angebaut worden sein. Die Erntemenge, die im April noch auf 22,6 Mio.t geschätzt wurde, wird im Julibericht der EU-Kommission noch mit 19,7 Mio.t angegeben. Im Schnitt werden die Druschergebnisse um 10 bis 20% niedriger eingeschätzt als im Vorjahr, wobei im Norden und Osten Deutschlands im Einzelfall auch von Ertragseinbußen von 50% die Rede ist. In seiner fünften Ernteschätzung beziffert der DRV (Deutscher Raiffeisenverband e.V.) die deutsche Rapsernte auf 3,55 Mio.t (Vj. 4,27; minus 16,8%). Angesicht der schwachen Ernte in D und der EU konnten sich die Terminmarktkurse (NOV18: 370 €/t) als auch die Erzeugerpreise (33,50 €/dt) in den zurückliegenden Wochen leicht befestigen. Dennoch wirkt die gute Versorgung im Sojabereich, eine weltweit gute Pflanzenölversorgung (v.a. Palmöl) sowie die Diskussion um Biokraftstoffe in der EU hemmend auf die Entwicklung der Rapspreise nach oben. Denn die Verwertung von Rapsöl im Biodieselbereich ist eine der tragenden Säulen für gute Rapspreise. Insofern erweisen sich Importerleichterungen für argentinischen Biodiesel, Erleichterungen im Bereich Treibhausgasminderungsquote für die Mineralölkonzerne (UER; Anrechnung von LPG und CNG) als keine Unterstützung für steigende Rapskurse. Die Erzeugerpreise tendierten in den letzten Wochen leicht fester und haben ein Niveau von 33,- bis 33,50 €/dt erreicht. Franko Mannheim notiert Rapsschrot mit 24,20 bis 24,50 €/dt ebenfalls etwas fester als vor 8 Wochen. Gleiches gilt für Rapsöl (Raffinat) mit 755 €/t fob Hamburg.

30.07.2018

Raps Baden-Württemberg
Raps 10 Jahre

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AGRARMÄRKTE 2018

Kapitel 3 Ölsaaten und Eiweißpflanzen

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Terminmarkt Raps

In der Julischätzung des USDA (amerikanisches Agrarministerium) wird die Welt-Rapsbilanz des Jahres 2018/19 als leicht überschüssig beschrieben, nachdem im Jahr zuvor eine leicht defizitäre Welt-Rapsbilanz verzeichnet wurde. Von Seiten der Sojaversorgung kommen ebenfalls leicht entspannende Signale. Hier wird von einer soliden Versorgung mit einer ebenfalls leicht überschüssigen Bilanz für 2018/19 ausgegangen. In Summe könnte die teilweise schlechte Ernte von Raps in Deutschland, aber auch in angrenzenden EU-Mitgliedsstaaten wie Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn kurstreibend wirken. Zuletzt konnte der Frontmonat AUG18 an der MATIF auch knapp an der 370 €/t-Marke kratzen. Allerdings scheint der Aufwärtstrend ins Stocken geraten zu sein, da der drohende Handelsstreit zwischen den USA und China den Sojasektor auf Berg- und Talfahrt schickt. Ohne nachhaltige Unterstützung aus diesem Bereich scheint ein nachhaltiger Aufwärtstrend bei Raps zumindest fraglich. Hinzu kommt eine solide Versorgung im Bereich der Pflanzenöle, die einer Kursrally nach oben im Wege steht. Von Seiten des Wechselkurses Euro/Dollar ist hingegen leichter Rückenwind zu spüren. Aktuell kostet ein Euro rund 1,16 US-$, das ist knapp 6% weniger als noch vor 16 Wochen.

30.07.2018

MATIF Rapsnotierung
Matif offene Kontrakte Raps
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg
Rapskontraktkurse ICE Winnipeg in $

RAPSPREISE



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2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

28,4

37,6

26,1

32,0

44,0

45,6

39,7

33,3

34,8

35,4

36,5

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

17/18

24,5

37,6

29,6

26,5

41,9

43,3

45,4

35,4

32,0

35,4

39,3

35,9

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/ dt, ohne MwSt.

Winterraps 2017

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