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Obsterzeugung in Baden-Württemberg

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Alexander Kreisel

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Obsterzeugung in Baden-Württemberg 2017

Gut ein Viertel der deutschen Marktobsternte wurde im Jahr 2016 in Baden-Württemberg produziert. Mit 18.310 ha ist Baden Württemberg das anbaustärkste Bundesland für Baumobst. Danach folgen mit einigem Abstand Niedersachsen (9.173 ha) und Rheinland Pfalz (3.990 ha).
Schwerpunkte des Baumobstanbaus in Baden-Württemberg bilden die klimatisch begünstigten Gebiete am Bodensee und in der Rheinebene, sowie Teile des Neckartals.'
Neben dem Baumobstanbau kommt auch dem Erdbeer- und Strauchbeerenanbau eine wichtige Rolle zu. Auf knapp 4.200 ha werden hier zwar nur rund 10 % der Marktobsternte im Land geerntet, deren Wertschöpfung fällt aber bedeutend größer aus.

AGRARMÄRKTE 2019

Kapitel 5 Obst


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Streuobst und Hausgartenbau

Zusätzlich zur Marktproduktion hat der Streuobst- und Hausgartenanbau in Baden-Württemberg eine traditionell große Bedeutung. In guten Jahren kann hier dieselbe Menge Äpfel produziert werden wie im Marktobstanbau. Ein Großteil der Streuobsternte wird zu Fruchtsaft und Apfelmost verarbeitet.

Ein kleinerer Teil findet aber auch als Tafelobst Verwendung. Im Herbst führt das im Einzelhandel regelmäßig zu einer nachlassenden Nachfrage nach Äpfeln.

Mehr Informationen im Kapitel "Obst" der Beratungsunterlagen "Agrarmärkte".

Anbau von Baumobst nach Regionen

Flächenmäßig stehen Äpfel im Baumobstanbau mit einem Anteil von zwei Drittel der Gesamtfläche an oberster Stelle. Danach folgen Süßkirschen, Pflaumen und Zwetschgen, Birnen, Sauerkirschen sowie das übrige Baumobst.

Zum übrigen Baumobst zählen insbesondere Mirabellen und Renekloden, Walnüsse, Aprikosen, Pfirsiche und Quitten.

Anbau von Baumobst nach Obstarten

Flächenmäßig stehen Äpfel im Baumobstanbau mit einem Anteil von zwei Drittel der Gesamtfläche an oberster Stelle. Danach folgen Süßkirschen, Pflaumen und Zwetschgen, Birnen, Sauerkirschen sowie das übrige Baumobst.

Zum übrigen Baumobst zählen insbesondere Mirabellen und Renekloden, Walnüsse, Aprikosen, Pfirsiche und Quitten.

Anbau von Baumobst am Bodensee nach Obstarten

In der wichtigsten Obstanbauregion, am Bodensee, sind der Baumobsterhebung 2017 zufolge 85 % der Obstanbauflächen mit Apfelbäumen bepflanzt.

Steinobst wie Kirschen und Pflaumen wird hingegen hauptsächlich in der südlichen Rheinebene angebaut.

Anbau von Baumobst am Bodensee nach Landkreisen

Betrachtet man die Anbaufläche von Baumobst nach Landkreisen, so hat der Bodenseekreis einen hohen Anteil von 75 %, danach folgen Ravensburg mit 15 % und Konstanz mit 10 %.

Anzahl Betriebe mit Anbau von Baumobst in Baden-Württemberg

Zu den Marktproduzenten zählen zurzeit 4.003 Betriebe mit einer Baumobstfläche ab 0,5 ha. Das bedeutet, dass jeder zweite Obstbaubetrieb Deutschlands in Baden-Württemberg angesiedelt ist. Aufgrund des Strukturwandels ist die Zahl der Betriebe seit Jahrzehnten rückläufig, während die Anbaufläche in den letzten 5 Jahren tendentiell eher zugenommen hat.

In der Rheinebene befinden sich im Jahr 2017 die meisten Marktproduzenten für Baumobst, obwohl die Anbaufläche insgesamt kleiner als am Bodensee ausfällt.

Durchschnittliche Betriebsgrößen im Baumobstanbau im Vergleich

Grund hierfür ist, dass die Betriebsgröße in der Rheinebene mit durchschnittlich nur 2,8 ha besonders gering ausfällt. Dort wird Obstanbau noch hauptsächlich im Nebenerwerb betrieben, während am Bodensee deutlich größere Betriebe zu finden sind.

Mit durchschnittlich 8 ha werden am Bodensee größere Flächen bewirtschaftet als im Bundesdurchschnitt.

Kernobsternte in Baden-Württemberg

An erster Stelle bei der Obsterzeugung in Baden-Württemberg liegt eindeutig der Apfel. Bei den jährichen Ernten sind typische Schwankungen (Alternanz) zu beobachten. Davon ist besonders der Streuobstanbau betroffen. Diese werden noch durch Blütenfröste (1981, 1991, 2017) verstärkt. Demgegenüber schwanken die Ernten bei Marktäpfeln aufgrund von Kulturmaßnahmen nicht so stark.

Bei der Marktapfelerzeugung stiegen seit 1988 durch Dichtpflanzungen und Flächenausdehnungen die Erntemengen, dagegen stagniert der übrige Apfel- bzw. Streuobstanbau. Die Birnenernte ist seit Jahren von zunehmender Alternanz geprägt, so zuletzt auch 2016.

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