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  • Foto: Weizenfeld - Claudia Müller/LRA Ludwigsburg

    Marktfrüchte

Ihr Ansprechpartner

Abt. 2 - Nachhaltige Unternehmensentwicklung

Dr. Marie Joy Göttling

07171 - 917-227
07171 - 917-101

poststelle@lel.bwl.de

Die Datensammlung gibt einen Überblick über die ökonomischen Kennzahlen der Marktfrüchte für das Erntejahr 2016. Die Excel-Datei ermöglicht eine verfahrensspezifisch angepasste Ermittlung der Kennzahlen. Alle Angaben (Grundeinstellung) beziehen sich jeweils auf einen Hektar, bei einer standardisierten Hof-Feld-Entfernung von 2 km und 2 ha großen Schlägen. Außerdem wird die Eigenmechanisierung für den Anbau und der Drusch im Lohn angenommen.

Für die betriebliche Ausrichtung spielen außerdem weitere Faktoren, darunter pflanzenbauliche Aspekte, wie z. B. die Fruchtfolge, die Vermarktungsmöglichkeiten oder die Neigungen der Familie eine Rolle.

Die folgenden Darstellungen geben einen Überblick über die Deckungsbeiträge der bedeutendsten Kulturen mit den größten Anbauflächen in Baden-Württemberg.

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Winterweizen (Brot)

75 dt/ha Nettoertrag,
  17 €/dt (inkl. MwSt.)



Erlös 1.245
Prämien 270
Erlös inkl. Prämien 1.515
Saatgut 110
Düngung 283
Pflanzenschutz 250
Var. Maschinenkosten 118
Lohnmaschinen 147
Sonstige Kosten 120
Variable Kosten gesamt 1.027

Deckungsbeitrag

ohne Prämien

inkl. Prämien

218

488

Arbeitszeit AKh
9,5

Wintergerste

70 dt/ha Nettoertrag,
14 €/dt (inkl. MwSt.)



Erlös 1.007
Prämien 270
Erlös inkl. Prämien 1.277
Saatgut 94
Düngung 253
Pflanzenschutz 251
Var. Maschinenkosten 133
Lohnmaschinen 147
Sonstige Kosten 110
Variable Kosten gesamt 988

Deckungsbeitrag

ohne Prämien

inkl. Prämien

19

289

Arbeitszeit AKh
11,5

Braugerste

55 dt/ha Nettoertrag,
20 €/dt (inkl. MwSt.)



Erlös 1.096
Prämien 270
Erlös inkl. Prämien 1.366
Saatgut 97
Düngung 186
Pflanzenschutz 187
Var. Maschinenkosten 130
Lohnmaschinen 147
Sonstige Kosten 81
Variable Kosten gesamt 827

Deckungsbeitrag

ohne Prämien

inkl. Prämien

269

539

Arbeitszeit AKh
9,9

Körnermais

100 dt/ha Nettoertrag,
17 €/dt (inkl. MwSt.)



Erlös 1.661
Prämien 270
Erlös inkl. Prämien 1.931
Saatgut 153
Düngung 327
Pflanzenschutz 93
Var. Maschinenkosten 139
Lohnmaschinen 168
Sonstige Kosten 368
Variable Kosten gesamt 1.248

Deckungsbeitrag

ohne Prämien

inkl. Prämien


412

682

Arbeitszeit AKh
11,2

Winterraps

 40 dt/ha Nettoertrag,
39 €/dt (inkl. MwSt.)



Erlös 1.550
Prämien 270
Erlös inkl. Prämien 1.820
Saatgut 87
Düngung 293
Pflanzenschutz 281
Var. Maschinenkosten 150
Lohnmaschinen 162
Sonstige Kosten 152
Variable Kosten gesamt 1.125

Deckungsbeitrag

ohne Prämien

inkl. Prämien

425

695

Arbeitszeit AKh
13,8

Festkosten und kalkulatorische Kosten

Um das kalkulatorische Betriebszweigergebnis zu bestimmen, aus dem der kostendeckende Erlös für die Hauptprodukte abgeleitet werden kann, sind auch folgende Kosten zu berücksichtigen:

Flächenkosten: Die Flächenkosten als tatsächliche oder - bei eigener Fläche - als kalkulatorische Kosten sind je nach Gebiet sehr unterschiedlich. Im Schnitt liegen sie bei 250 € je ha, allerdings werden Neuverpachtungen im Zuge der Flächenknappheit meist erheblich über diesem Preis abgeschlossen. [1]

Feste Maschinen- und Gebäudekosten: Die jährlichen Maschinen- und Gebäudekosten je ha ermitteln sich aus dem Anschaffungspreis, der Nutzungsdauer und der Betriebsgröße abzgl. der überbetrieblichen Nutzung als Lohnmaschine. In den Kalkulationsdaten wurde ein Wert von ca. 250 € je ha (mit MwSt.) für Maschinen, Hallen und Lager angenommen.

Gemeinkosten: Hierzu werden u. a. Versicherungen, Buchführung, Beiträge, Beratung, Strom, Wasser Unterhalt und weitere nicht zuordenbare Kosten gezählt. Sie werden mit ca. 110 € je ha (mit MwSt.) angesetzt.

Lohnansatz für die eigene AKh: Der Lohnansatz (€/h) der eigenen AKh sollte mindestens 15,50 € betragen. Grundsätzlich sollte sich der Lohn daran orientieren, was in einem alternativen Beschäftigungsverhältnis verdient werden kann.

Arbeitszeit

In die Feldarbeitszeit fließen Rüst- und Wartungsarbeiten für Maschinen mit ein. Hinzu kommen Betriebsführungs- arbeiten wie Planung, Kon- trolle, Antragswesen, Einkauf und Verkauf, Buchführung und Weiterbildung. Diese Zeiten sind abhängig von  Betriebs- größe und Betriebsausrichtung. Für einen 100 ha Ackerbau- betrieb können ca. 4 h/ha kalkuliert werden, bei 50 ha liegt der Arbeitszeitbedarf für die Betriebsführung bei ca. 7 h/ ha.

Fruchtfolge

Eine funktionierende Fruchtfolge hat sowohl bezüglich der Nährstoffe als auch im Umgang mit Unkräutern, Pilzerkrankungen und Schädlingen eine wesentliche Bedeutung im Pflanzenbau. Für die nachhaltige Betriebsplanung ist deshalb der druchschnittliche Deckungsbeitrag aller Jahre einer Fruchtfolge ein wichtiges Kriterium und nicht allein die Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Kulturen.

Zusätzlich spielen Erwägungen wie die Erfüllung der Greening-Auflagen oder die Teilnahme an Agrarumweltmaßnahmen (z.B. FAKT) eine Rolle.

Stand: Mai 2016

Quellen:

[1] Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Agrarstrukturerhebung 2013

Destatis: Preisindizes landwirtschaftlicher Betriebsmittel 2010-2015

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Landesdaten - Feldfruchternte seit 1988 (Stand: April 2016)

LEL, Abteilung 2: Kalkulationsdaten Marktfrüchte Ernte 2016 (Stand: April 2016)

Foto:

Weizenfeld - Claudia Müller/LRA Ludwigsburg

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