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WIRTSCHAFTSFUNKTIONEN

Die Wirtschaftsfunktionenkarte

  

Ausschnitt der digitalen Wirtschaftsfunktionenkarte


Die Wirtschaftsfunktionenkarte grenzt landwirtschaftliche Vorrangfluren ab, die langfristig der Gesellschaft und den landwirtschaftlichen Betrieben zur Bewirtschaftung vorbehalten bleiben müssen.

WERTSTUFEN DER WIRTSCHAFTSFUNKTIONENKARTE

 
 
Vorrangflur Stufe I
überwiegend landbauwürdige Flächen,
Fremdnutzungen müssen ausgeschlossen bleiben
 
Vorrangflur Stufe II
überwiegend landbauwürdige Flächen,
Fremdnutzungen sollten ausgeschlossen bleiben
 
Grenzflur
überwiegend landbauproblematische Flächen
 
Untergrenzflur
nicht landbauwürdige sowie abgestufte landbauproblematische Flächen

Bewertung

Welche landwirtschaftlichen Flächen zur Vorrangflur zusammengefasst werden, hängt von der natürlichen Bodengüte (Flächenbilanzkarte) und den Bewirtschaftungsmöglichkeiten ab. Zusätzlich spielen agrarstrukturelle Faktoren (z.B. das Wegenetz, Größe der Bewirtschaftungseinheiten) eine wesentliche Rolle in der Abgrenzung.


Zur Abgrenzung werden Informationen zur Größe, Erschließung und landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen sowie ihre Bedeutung für die zukunftsfähigen landwirtschaftlichen Betriebe nach einer vorgegebenen Methodik erhoben und bewertet (Punkteschema).

Ergänzend werden regionale Besonderheiten wie Hopfenanbau, Bewässerungskulturen, hohe Flächennachfrage, Nährstoffmanagement, Naturschutz usw. berücksichtigt.


Ein Teil der Informationen zur Wirtschaftsfunktionenkarte kann über die EDV bereitgestellt und auf agrarstrukturellen Fachkarten dargestellt werden. Diese Informationen sind Teil der Daten, die jährlich im Rahmen der Agrarförderung über den Gemeinsamen Antrag bei den landwirtschaftlichen Betrieben Baden-Württembergs erhoben werden.

Viele regionalspezifische Besonderheiten können jedoch nur von den unteren Landwirtschaftsbehörden eingebracht werden.

KLASSENEINTEILUNG DER WIRTSCHAFTSFUNKTIONENKARTE
Landwirtschaftliche Vorrangfluren

Die landwirtschaftlichen Vorrangfluren bilden die ökonomische und strukturelle Grundlage einer nachhaltigen Landwirtschaft. Ihr Umfang ist bestimmend für die zukünftige Entwicklung und Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe und für die Produktion von Nahrungsmitteln oder Energie.

Die Vorrangflur I

Die Vorrangflur I umfasst überwiegend landbauwürdige Flächen (gute bis sehr gute Böden) mit geringer Hangneigung und auch Flächen, die wegen der ökonomischen Standortsgunst oder wegen ihrer besonderen Eignung für den Anbau von Intensivkulturen wie Reben, Obst, Gemüse, Hopfen, Spargel, Tabak, für den ökonomischen Landbau und die Ernährungssicherung unverzichtbar und deshalb der landwirtschaftlichen Nutzung unbedingt vorzubehalten sind.

Umwidmungen, z.B. als Bauland, Verkehrsflächen, naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen u.a.m. müssen ausgeschlossen bleiben.

Die Vorrangflur II

Die Vorrangflur II umfasst überwiegend landbauwürdige Flächen (mittlere Böden) mit einer geringen Hangneigung und auch Flächen, die wegen der ökonomischen Standortsgunst für den ökonomischen Landbau wichtig und deshalb der landwirtschaftlichen Nutzung vorzubehalten sind.

Umwidmungen sollen ausgeschlossen bleiben.

Landwirtschaftliche Grenz- und Untergrenzfluren

Der Umfang der Grenz- und Untergrenzfluren liefert Aussagen über die Bedeutung landwirtschaftlicher Betriebe in diesen Regionen zur Offenhaltung der Kulturlandschaft mit ihren Funktionen für den Naturschutz, die Naherholung, den Tourismus und ihre Bedeutung in der Landschaftspflege.

Die Grenzflur

Die Grenzflur umfasst im Wesentlichen landbauproblematische Flächen (schlechte Böden) oder Flächen mit mittlerer Hangneigung, die erhöhte Aufwendungen in der Bearbeitung mit Maschinen und Geräten erfordern und gerade noch einen kostendeckenden Ertrag erwirtschaften lassen. Oder es handelt sich um Vorrangflächen, die wegen ökonomischer Faktoren abgestuft wurden.

Umwidmungen können auf längere Sicht in Betracht kommen. Dabei sind die Ziele zum Erhalt der Kulturlandschaft zu berücksichtigen.

Die Untergrenzflur

Die Untergrenzflur umfasst die nicht landbauwürdigen sowie abgestufte landbauproblematische Flächen, die wegen ihrer ungeeigneten Böden oder starker Hangneigung zu hohe Aufwendungen bei der Bestellung, Pflege und Ernte erfordern und deshalb keinen ausreichenden Ertrag abwerfen.

Umwidmungen können aus Sicht der ökonomischen Landnutzung befürwortet werden. Sie haben sich an den Zielen zur Offenhaltung der Kulturlandschaft auszurichten.

VERFÜGBARKEIT WIRTSCHAFTSFUNKTIONENKARTE

 

Die Wirtschaftsfunktionenkarte wird den Fachverwaltungen über GISELa (GIS Entwicklung Landwirtschaft) zur Verfügung gestellt

oder

kann über den

Online-Shop Geofachdaten

der LEL bezogen werden.

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