Service-Navigation

Suchfunktion

Brotgetreide

Marktlage Getreide

Welt:
Nach vier aufeinander folgenden Jahren mit deutlich positiver Weltgetreidebilanz sind die Endbestände wieder auf ein solides Niveau angewachsen. In der Novemberschätzung beziffert das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) den Weltgetreide-Endbestand zum 30.06.2017 (Getreide ohne Reis) auf rund 517 Mio.t. Daraus errechnet sich für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17eine Relation Endbestand zu Erzeugung von 25,1%, knapp 0,5% über Vorjahresniveau. Aus der Relation errechnet sich eine Reichweite der Endbestände von knapp 92 Tagen, so hoch wie zuletzt zur Jahrtausendwende. Für das am 1.Juli neu gestartete Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 weist das USDA erstmals wieder eine leicht defizitäre Getreidebilanz aus. Einer Erzeugung von 2.074 Mio.t steht ein Verbrauch von 2.085 Mio.t gegenüber. Dennoch wird die Versorgung auch im laufenden Jahr 2017/18 bei einem prognostizierten Endbestand zum 30.06.2018 in Höhe von gut 499 Mio.t weiterhin als solide bewertet. Die Schätzung des IGC (Internationaler Getreiderat in London) zeigt ähnliche Tendenzen.



Europa:
In ihrem Novemberbericht schätzte die EU-Kommission die Getreideernte der EU-28 Staaten 2016 auf rund 296,1 Mio.t. Der Verbrauch lag mit rund 281,3 Mio. t nur wenig darunter. Die Drittlandexporte wurden für 2016/17 auf rund 38,1 Mio.t benannt und lagen damit rund 14 Mio.t unter den Vorjahreswerten. Die Endbestände in der EU-28 zum Juni 2017 wurden auf 40,4 Mio. t taxiert und lagen trotz des geringeren Exports deutlich unter Vorjahresniveau (45,6). Für das neue Getreidejahr 2017/18 schätzt die EU-Kommission im November die Ernte mit 304,3 Mio.t um knapp 6 Mio.t besser ein als noch im Juli (298,6). In Summe liegt heute die Erntemenge rund 9 Mio.t niedriger als im Februar 2017 erwartet.



Deutschland:
Ende August schätzte das BMEL in seinem Bericht „Ernte und Preise“ die Ernte 2017 auf 45,3 Mio.t. Damit lag 2017 knapp unter dem Vorjahresergebnis (45,4). Eine marginale Einschränkung der Anbaufläche (-0,2%), bei etwas stärkeren Erträgen (+0,6%) führen zu diesem Ergebnis. Bemerkenswert ist, dass die schwache Ernte im Sommer durch eine recht gute Körnermaisernte im Herbst leicht aufgefangen werden konnte. Geschuldet ist das Ergebnis v.a. den ungünstigen Witterungsbedingungen in der Ernte sowie zahlreichen Schadwetterereignissen und Überschwemmungen im Osten und Norden Deutschlands.

Stand: 30.11.2017

Marktlage Weizen


Weltweit wurde die Weizenernte 2017/18 auf rund 752 Mio.t geschätzt (Vj. 753). Die insgesamt solide Versorgung bei einem Verbrauch von 739 Mio.t läßt die Endbestände zum 30.06.2018 auf gut 267 Mio.t (stock-to-use-ratio = 36,2%) anwachsen. In der EU-28 schätzte die Kommission die Weizenernte 2017 auf rund 151,8 Mio.t, das waren knapp 9 Mio.t mehr als im Vorjahr. In Deutschland wurde 2017 rund 24,55 Mio.t Weizen gedroschen. Ein knappes Plus von + 0,3% zum Vorjahr. Der Weizendrusch war deutschlandweit aufgrund starker Niederschläge immer wieder ins Stocken geraten. Vielerorts waren Niederschlagsmengen gemessen worden, die ein Vielfaches der durchschnittlichen Niederschläge im Juli aufwiesen. Nasse, teils überschwemmte Felder ließen den Drusch nicht zu. Schwachen Fallzahlen und Auswuchs waren die Folge, so dass wieder einmal Qualitätsware eher knapp verfügbar ist. Die Brotweizenpreise waren nach der Ernte leicht rückläufig, konnten sich aber inzwischen auf 14,- €/dt befestigen. Die Prämien für Qualitätsweizen konnten dagegen leicht zulegen Insbesondere E-Weizen hat nach der Ernte kaum nachgegeben und erzielt derzeit Preise um 16,50 €/dt.

30.11.2017

Terminmarkt Weizen

Der Dezemberkontrakt in Paris verlor nach einer Spitze um 187,- €/t Anfang Juli deutlich an Boden. Ende November notiert er noch bei 159 €/t. Neben der weltweit soliden Versorgung mit Weizen, die sich im europäischen Markt v.a. durch hohe Exportzahlen aus Russland und anderen Schwarzmeer-Anrainern bemerkbar macht, lässt auch ein leicht erstarkender Euro den Kursen kaum Spielraum nach oben. An der CBoT notierte Dezemberweizen Anfang Juli noch bei 580 US-Ct/bushel. Aktuell notiert US-Weizen mit leicht schwächerer Tendenz seitwärts in einem Band zwischen 410 bis 430  US-Ct/bushel. Mit 752 Mio.t schätzt das USDA (US-amerikanisches Agrarministerium) die Weltweizenernte 2017/18 weiterhin als die zweithöchste aller Zeiten ein. Sie verfehlt dabei das Spitzenergebnis des Vorjahres nur um 1 Mio.t.

30.11.2017

Qualitätsweizen
Brotweizen
Matif weizennotierung
MATIF Offene Weizenkontrakte
CBOT Weizennotierung
CBOT weizennotierung in $
Marktlage Roggen

Auf wenn sich die Versorgungssituation mit Roggen leicht entspannt hat bleibt guter Roggen knapp. Die Roggenernte 2017 fiel in Deutschland mit 2,70 Mio.t rund 15% niedriger als im Vorjahr (3,17 Mio.t) aus. Gründe dafür waren vor allem in der reduzierten Aussaatfläche (- 5,8%) als auch geringere Erträge mit 50,1 dt/ha (Vj. 55,6). Aufgrund der eher engen Versorgung konnte sich Roggen etwas aus der Gesamtsituation im Getreidemarkt befreien. Deutschlandweit werden Ende November 2017 Preise für Brotroggen bei 14,60 €/dt genannt, gut 2,- €/dt über Vorjahresniveau. Auf Großhandelsebene bewegen sich die Notierungen in Mannheim (franko Mannheim) in einem Band zwischen 17,40 bis 17,60 €/dt ebenfalls deutlich über Vorjahr, zeigen aber leicht schwächere Tendenz

30.11.2017

Brotgetreide 10 Jahre
Jahresdurchschnittspreise Brotgetreide

Kalenderjahr

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

Qualitätsweizen

17,7

19,2

11,7

15,3

22,1

20,8

19,5

16,7

16,5

14,2


Brotweizen

17,1

18,3

10,7

14,3

20,5

20,2

18,9

15,9

15,7

13,6


Brotroggen

17,3

17,0

10,0

.

.

20,7

.

14,0

13,3


 

Wirtschaftsjahr

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

13/14

14/15

15/16

16/17

Qualitätsweizen

14,1

22,8

13,4

11,1

22,7

18,7

22,7

17,0

16,4

15,1

14,6

Brotweizen

13,3

21,9

12,6

10,5

21,0

18,0

22,1

16,3

15,3

14,7

13,8

Brotroggen

13,9

21,5

11,0

9,8

.

.

20,7

.

.

13,7

13,2

Erzeugerpreise in Baden-Württemberg, frei Erfasser, in €/dt, ohne MwSt.

Fußleiste