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  • 22.09.2017

Viel zu Erleben bei den Hengstparaden: Alb, Orient und viel Drumherum


Bald ist es wieder soweit: Am 30. September, 1. und 3. Oktober 2017 lockt das Haupt- und Landgestüt Marbach Gäste von nah und fern zu den traditionellen Hengstparaden auf die Schwäbische Alb. Die Vorbereitungen laufen auf allen Gestütshöfen auf Hochtouren. In diesem Jahr stehen die Paraden ganz unter dem Motto des 200jährigen Bestehens der Weil-Marbacher Vollblutaraberzucht.

Der „Muselmann aus Schwaben“¹

Mit einem „Ritt durch die Geschichte“ erleben die Besucher die Faszination der Arabischen Vollblutpferde, die durch König Wilhelm I. eine Heimat in Würrtemberg fanden und bis heute Weltgeltung haben. In einem dreiteiligen Schaubild wird die „merkwürdige Geschichte“ des Jacob Noa Epp aus Reutlingen erzählt, dem Auswanderer, der als Sklave in den Orient verschleppt wurde und durch König Wilhelm I. frei kam, an seinem Hofe als Vorreiter und Hofkutscher diente und königliche Expeditionen in den Orient begleitete, um dort geeignete Vollblutaraber für das Privatgestüt des Königs in Scharnhausen-Weil zu finden.

¹Nach einer Erzählung von Julius Bazlen, 1934 erschienen im Reutlinger Generalanzeiger

In einem vierstündigen Programm erleben die Besucher neben den berühmten Weil-Marbacher Vollblutarabern, auch die wertvollen Schwarzwälder Kaltblutpferde, deren Erhalt das Gestüt sichert, in der ungarischen Post, vor dem Wagen und unter dem Sattel sowie die sportlichen Warmblutpferde in Dressuren und über luftige Höhen.

Das Vorbereitungsfieber hat alle Akteure gepackt: Die „Gestüter“ und ihre Pferde trainieren bereits täglich für ihre großen Auftritte in der Hengstparadearena, und die Stallungen und Außenanlagen erhalten den letzten Schliff.

Vielfältiges Rahmenprogramm für die ganze Familie

Neu: „Markt der Lebensräume“ mit Tieren zum Anfassen

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb siegte 2017 im Bundeswettbewerb „Nachhaltige Tourismus-Destination“ Deutschlands. Das von der UNESCO ausgezeichnete Gebiet ist bekannt für seine einzigartige Landschaft. Wir holen diese Lebensräume in die Hengstparade und machen diese für alle Sinne erlebbar. Eselstuten mit ihren Fohlen, gerittene Mulis, eine Schafherde, Planwagen und Holzrückepferde und flotte E-Bikes füllen die große Arena.

Schon vor Beginn der Paraden ab 9.30 Uhr können sich die Besucher auf dem „Markt der Lebensräume“ ein köstliches Stück Biosphärengebiet in Form von Produkten aus Weinberg, Acker oder Wiese mit nach Hause nehmen. Getreu dem Motto „Schützen durch Nützen“ sind an den Ständen regionale Produkte von zahlreichen Herstellern und die zugehörigen Lebensräume, die entstehende Wertschöpfung und Produktverarbeitung in Miniatur zu bestaunen. Die Besucher erhalten Informationen über Erlebnisse, Infozentren und Freizeitaktivitäten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Aussteller wie AlbFeinkost, Produkte aus der Brennscheuer Strasser, Albmerinoprodukte der Firma Flomax, Kräuterlamm der Schäferei von Mackensen, Naturlandhof Rapp und weitere laden herzlich zu einem Besuch ein. Kleine Kälber, Eselstuten und Fohlen, Mulis, Pferde, Kamele, Ochsen, Windhunde sind verschiedene Tierarten im „Markt der Lebensräume“ aus der Nähe zu erleben. Oberhalb der Hengstparadearena gibt es in altbewährter Weise wieder die große Verkaufsausstellung, durch die es sich zu schlendern lohnt.

Kunst und Kultur auf den Marbacher Hengstparaden

Neu: Kunstausstellung in der langen Scheuer

In der sanierten Langen Scheuer findet während der Hengstparaden eine internationale Kunstausstellung statt. Es werden unter anderem Skulpturen, Gemälde, Fotografien und Zeichnungen namhafter Künstler wie Brigitte Eberl, Eva Jaeckle (Schweiz), Larisa Enke, Heidi Frank, Wolfgang Schaller, Horst König, Klaus Blutke, Zenon Aniszewski (Polen), Gan-Erdene Tsende (Mongolei) und Oliver Seitz zu sehen sein. Am 30. September sind Besucher zur Vernissage um 10 Uhr herzlich eingeladen. Die Ausstellung hat an allen drei Hengstparaden-Tagen ab 9 Uhr geöffnet.

Wer sich näher über die Geschichte des Gestüts informieren möchte, dem empfehlen wir einen Besuch im Gestütsmuseum Offenhausen.

Fachseminar Pferdewirtschaft 4.0

Modernisierung im Stall – wie spare ich Geld? Das Reiterjournal lädt Besucher herzlich zum Fachseminar „Pferdewirtschaft 4.0“ am 2. Oktober um 16 Uhr, nach Marbach ein. Vier renommierte Referenten aus der Wirtschaft referieren über aktuelle Themen in der Pferdebranche. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für den Förderverein Marbach wird gebeten. Da die Teilnehmerplätze begrenzt sind, bitten wir zur besseren Planung der Veranstaltung alle Interessenten, sich bis zum 27. September per E-Mail bei m.decker@matthaesmedien.de anzumelden. Weitere Infos auf www.gestuet-marbach.de.

Markt, Musik und Maultaschen: Frühe Anreise wird empfohlen

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 12 Uhr. Das Gestüt ist bereits ab 9.30 Uhr geöffnet, so dass genügend Zeit bleibt die Pferde in den Stallungen zu besuchen und dem Hofkonzert zu lauschen. Es lohnt sich vor der Veranstaltung durch die große Verkaufsausstellung oberhalb der Hengstparadearena zu schlendern, den „Markt der Lebensräume“ zu erforschen, die Kunstausstellung oder den Marbacher Gestütsshop im Innenhof zu besuchen. „Hochgenuss auf Schwäbisch“ lautet das Motto der Biosphärengastgeber, die mit hochwertigen Produkten aus der Region für das leibliche Wohl sorgen.

Karten sichern

Eintrittskarten erhalten die Besucher über EasyTicketService. Hier können die Karten bestellt werden. Tel.: 07 11/2 555 555 www.easyticket.de und an allen EasyTicket-Vorverkaufsstellen.

Hinweise

Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt. Die Tribünen sind nicht überdacht.

Hunde sind auf den Tribünen nicht erlaubt. Es gibt keine Stehplatzkarten.

Weitere Infos zu Preisen und Ermäßigungen finden Sie www.gestuet-marbach.de oder bei EasyTicketService.

Die Marbacher Hengstparaden finden mit freundlicher Unterstützung der BayWa AG, der Korn Recycling GmbH, der Berg Brauerei, den Stuttgart German Masters, der Outlet City Metzingen und den Biosphären-Gastgebern statt.

 

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