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Steillagenförderung Dauergrünland

Neuerung für das Jahr 2019

Ab dem 14. März 2019 gilt die neue Agrar-De-minimis-Obergrenze von 20.0000 Euro. Das heißt der Gesamtbetrag der einem Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen in einem Zeitraum von drei Steuerjahren darf 20.000 Euro (statt bisher 15.000 Euro) nicht übersteigen.

Die Erhöhung der Obergrenze erreicht am 14. März 2019 Rechtskraft durch die Verordnung (EU) 2019/316 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1408/2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen im Agrarsektor (ABl. L 51 I vom 22.2.2019, S. 1).

Ziel

Die Förderung hat das Ziel, die erschwerte Bewirtschaftung von steilem Dauergrünland zu unterstützen und damit langfristig aufrecht zu erhalten.

Mittelherkunft

Baden-Württemberg

Die Förderung der Bewirtschaftung von steilem Dauergrünland erfolgt als De-minimis-Beihilfe nach der VO (EU) Nr. 1408/2013.
Das Förderprogramm steht unter dem Vorbehalt der verfügbaren Haushaltsmittel.

Zuwendungsempfänger

  • Zuwendungsempfangende sind Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter von landwirtschaftlich genutzten steilen Dauergrünlandflächen, die eine Hangneigung von mindestens 25 Prozent aufweisen.
  • Unternehmenssitz muss in der EU liegen.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen, bei denen die Kapitalbeteiligung der öffentlichen Hand 25 Prozent oder mehr beträgt.

Förderfähige Maßnahmen

Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter steiler Dauergrünlandflächen.

Fördervoraussetzungen

  • Hangneigung mindestens 25 Prozent.
  • Landwirtschaftlich genutzte Dauergrünlandflächen
    • NC 451: Wiesen einschließlich Streuobstwiesen
    • NC 452: Mähweiden
    • NC 453: Weiden
    • NC 454: Hutungen
    • NC 455: Almen und Alpen
    • NC 460: Sommerschafweiden
    • NC 462: Koppelschafweiden
    • NC 925: Biotope mit landwirtschaftlicher Nutzung
    • Förderfähig sind auch die weniger als 5 Jahre zurückliegenden Grünlandneueinsaaten:
      • NC 441: Wiese
      • NC 442: Mähweide
      • NC 443: Weide
  • Keine Förderung erhalten Flächen mit folgenden Nutzungen:
    • NC 458: Streuwiesen
    • NC 592: Dauergrünland aus der Erzeugung genommen
    • NC 567: Stillgelegte Dauergrünlandflächen nach LPR
  • Der Gesamtwert der einem landwirtschaftlichen Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen darf, bezogen auf einen Zeitraum von drei Kalenderjahren (laufendes Kalenderjahr und die zwei vorangegangen Kalenderjahre), im Bereich der Agrar-De-minimis-Beihilfen 15.000 Euro nicht überschreiten. Ab dem 14. März 2019 gilt die neue Agrar-De-minimis-Obergrenze von 20.000 Euro. Aber auch die für anderen Bereiche festgelegten Obergrenzen (Fischerei und Aquakultur: 30.000 Euro in drei Jahren; ge­werblicher Bereich 200.000 Euro in drei Jahren) sind einzuhalten.
  • Die landwirtschaftlich genutzten Dauergrünlandflächen müssen in Baden-Württemberg liegen.

Art und Höhe der Förderung

Die voraussichtlichen Fördersätze betragen für zuwendungsfähige Flächen mit einer Hangneigung von

  • mindestens 25 Prozent und weniger als 50 Prozent: 120 Euro / ha
  • mindestens 50 %:                                    170 Euro / ha

Der Mindestauszahlungsbetrag je Antrag beträgt 100 Euro.

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, Auflagen sowie Art und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der Verwaltungsvorschrift Steillagenförderung Dauergrünland.

Antragstellung

Die Antragstellung hat im Rahmen des "Gemeinsamen Antrags" mittels elektronischer Antragstellung über das System FIONA zu erfolgen.

Untere Landwirtschaftsbehörde beim Landratsamt bis 15. Mai des Jahres mit Gemeinsamer Antrag



Stand: 03.2019

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