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   Steckbrief Ökologische Vorrangfläche                                 

Flächen mit Zwischenfruchtanbau oder Gründecke (einschließlich Untersaat)

Gewichtungsfaktor Mindestfläche Mindestbreite Nutzung
0,3  ---  --- nein

Beschreibung

  • Die zulässigen Arten finden Sie im Anlage 3. Getreidearten sind grundsätzlich nicht zulässig 3)
  • Keine Winterkulturen, die in der Regel im Herbst zu Ernte- oder Weidezwecken eingesät werden 1)
  • Zur Einsaat der Zwischenfrucht sind zwingend Kulturpflanzenmischungen zu verwenden.
    • Keine Art darf einen höheren Anteil als 60 Prozent an den Samen der Mischung haben 3)
    • Anteil von Gräsern an den Samen darf nicht über 60 Prozent liegen 3)

Der Mindestanteil einer Art bezieht sich nicht auf Gewichtsprozente, sondern auf die Anteile der Samen in der Mischung.

Eigenmischungen sind zulässig, jedoch ist die Zusammensetzung zu dokumentieren

  • Aussaat der Zwischenfrucht nach Ernte der Hauptkultur:
    • Nicht vor dem 16. Juli,
    • aber spätestens bis 1. Oktober 3)

Die Aussaat von Gräsern als Untersaat ist auch vor dem 16.07. bis zum 01.10. möglich, so dass der zur Hauptkultur passende Aussaattermin gewählt werden kann.

  • Zwischenfrüchte/Untersaat mit Gras müssen bis zum [15. Februar] des auf das Antragsjahr folgenden Jahres auf der Fläche belassen werden.
  • Grundsätzlich kein Einsatz von mineralischen Düngemitteln, chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln oder Klärschlamm.
  • Im Jahr der Antragstellung dürfen diese ÖVF nur durch Beweidung mit Schafen und Ziegen genutzt werden (Schnittnutzung ist nicht zulässig!) 3)
  • Wirtschaftsdünger dürfen auf diesen Zwischenfruchtflächen jedoch ausgebracht werden.
  • Rückstellmuster für selbst zusammengestellte Zwischenfruchtmischungen sind fünf Jahre lang aufzubewahren
  • Definitiv ausgeschlossen ist aber Kultur/Mischung, bei der es sich um eine Winter(haupt)kultur handelt (Saat im Herbst mit dem Zweck der Ernte, Weide).
  • Untersaat von Gras in Hauptkultur oder Kulturpflanzenmischung (Mischung aus mindestens 2 botanischen Arten).

Hinweise zur Antragstellung

  • ÖVF-Code (FIONA) 20 beziehungsweise bei Untersaat mit Gras 30

Weitere Informationen

Rechtsgrundlagen

1) Artikel 45 Absatz 9 VO (EU) Nr. 639/2014 vom 11.03.2014 - zur Ergänzung der VO 1307/2013

2) Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe i der VO (EU) Nr. 1307/2013 vom 17.12.2013 - mit Vorschriften über Direktzahlungen

3) Paragraf 31 Direktzahlungen-Durchführungsverordnung vom 03.11.2014


LEL Schwäbisch Gmünd, Stand 03/2015

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