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G - Besonders tiergerechte Haltungsverfahren

G 1 - Sommerweideprämie

Ausgleichsleistung: 50 €/GV, 40 €/GV bei Kombination mit Ökolandbau

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Nur für Milchkühe und/oder weibliche Rinder einer Milchrasse ab 1 Jahr (müssen bereits zu Beginn der Weideperiode 1 Jahr alt sein).
  • Aufteilung in die Weidegruppen Milchkühe und weibliche Rinder ab 1 Jahr möglich.
  • Mindestens 0,15 ha Weidefläche je beantragter RGV im Weidezeitraum vom 1. Juni -30. September und mindestens 0,10 ha Weidefläche je sonstiger im Betrieb vorhandener möglicher Weidetiere (RGV).
  • Tiere müssen mind. im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. September auf der Weide sein.
  • Führen eines Weidetagebuches nach amtlichem Muster (getrennt für jede Weidegruppe).
  • Freier Zugang zu einer Tränkevorrichtung.
  • Weidefläche in ordnungsgemäßem Zustand, Überbeweidung ist zu vermeiden.

Hinweise

Es handelt sich um eine Maßnahme mit einjährigem Verpflichtungszeitraum. Förderfähig sind nur aktive Milcherzeuger beziehungsweise Rinder aus Milchviehbetrieben.

G 2.1 - Tiergerechte Mastschweinehaltung - Einstiegstufe

Ausgleichsleistung: 9 €/erzeugtes Mastschwein

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Platzangebot je Tier:
Gewicht in kg Stallplatz
(Innenfläche)
in qm je Tier
davon
Liegebereich
in qm je Tier
unter 50 0,70 0,25
unter 120 1,10 0,60
über 120 1,60 0,90
  • Liegebereich planbefestigt, gegebenenfalls mit leichtem Gefälle oder Drainage (maximal 3 Prozent Perforation).
  • Minimaleinstreu (Getreidestroh ohne Mais) oder verformbare Matte im Liegebereich.
  • Je 12 Tiere mindestens 1 Platz am Beschäftigungsautomat mit Stroh, zusätzlich mindestens zwei aufgehängte organische Materialien (wie Hanfseile, Weichholzbalken an Kette) als Beschäftigungsmaterial (mindestens zwei Stück je Tier).
  • Unterstützung der Thermoregulation an heißen Tagen.
  • Zur Bewertung der Belegdichte ist das Formblatt "Tiergerechte Mastschweinehaltung­ Einstiegsstufe" mit Anlagen (Lageplan, Stall-und Buchtenpläne mit Belegungszahlen sowie exemplarischer Möbilierungsplan Bucht) vorzulegen.
  • Für jeden Stall ist ein gesondertes.Bestandsverzeichnis zu führen.
  • Vorlage des/der Bestandsverzeichnisse/s sowie von Einkaufs- beziehungsweise Verkaufsbelegen beziehungsweise Zugangs- und Abgangsbelegen (bei innerbetrieblicher Verbringung).
  • Stall mit mindestens dreißig Mastplätzen.

Hinweise

Es handelt sich um eine Maßnahme mit einjährigem Verpflichtungszeitraum.

G 2.2 - Tiergerechte Mastschweinehaltung - Premiumstufe

Ausgleichsleistung: 14 €/erzeugtes Mastschwein

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Platzangebot je Tier:
Gewicht in kg

Gesamtnetto-
buchtenfläche
in qm je Tier

Stallplatz
(Innenfläche)
in qm je Tier
davon
Liegebereich
in qm je Tier
Auslauf
in qm je Tier
unter 50 0,80 0,50 0,25 0,30
unter 120 1,50 1,00 0,60 0,50
über 120 2,30 1,50 0,90 0,80
  • Freier Zugang zum Auslauf.
  • Alternativ Offenfrontstall mit entsprechend erhöhtem Platzangebot.
  • Liegebereich planbefestigt, gegebenenfalls mit leichtem Gefälle oder Drainage (maximal 3 Prozent Perforation).
  • Langstroh (durchschnittlich über 5 cm) als Einstreu (weitgehend flächendeckend und trocken) und als Beschäftigungsmaterial im Liegebereich.
  • Trennung von Liege-, Aktivitäts- und Kotbereich; mehrere Temperaturzonen.
  • Unterstützung der Thermoregulation an heißen Tagen.
  • Zur Bewertung der Belegdichte ist das Formblatt "Tiergerechte Mastschweinehaltung­ Premiumstufe" mit Anlagen (Lageplan, Stall-und Buchtenpläne mit Belegungszahlen sowie exemplarischer Möbilierungsplan Bucht) vorzulegen.
  • Für jeden Stall ist ein gesondertes.Bestandsverzeichnis zu führen.
  • Vorlage des/der Bestandsverzeichnisse/s sowie von Einkaufs- beziehungsweise Verkaufsbelegen beziehungsweise Zugangs- und Abgangsbelegen (bei innerbetrieblicher Verbringung).
  • Stall mit mindestens dreißig Mastplätzen.

Hinweise

Es handelt sich um eine Maßnahme mit einjährigem Verpflichtungszeitraum.

G 3.1 - Tiergerechte Masthühnerhaltung - Einstiegstufe

Ausgleichsleistung: 20 €/100 erzeugte Tiere

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Höheres Platzangebot je Tier, maximal 25 kg/m bezogen auf die Stallgrundfläche.Kaltscharraum kann insoweit auf die Besatzdichte angerechnet werden, dass eine Besatzdichte von maximal 29 kg/m2 bezogen auf die Stallinnenfläche nicht überschritten wird. Ausnahmen für bestehende Louisiana-Ställe und Mobilställe.
  • Überdachter, befestigter, an den Seiten zu mindestens 50 Prozent licht- und luftdurchlässiger und windgeschützter Kaltscharrraum, der mindestens 20 Prozent der Stallgrundfläche entspricht und mindestens 3 m Raumtiefe (an einer Längsseite des Stalles) hat, der den Tieren spätestens ab Beginn der 4. Lebenswoche uneingeschränkt von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang zugänglich ist.
  • Verwendung von Zuchtlinien mit einer maximal durchschnittlichen Tageszunahme von 45 Gramm.
  • Zur Beschäftigung ab der Einstallung mindestens pro 2.000 Tieren drei Strohballen (Standardgröße Kleinballen/HD-Ballen) mit Langstroh, die erneuert werden, sobald sie aufgelöst sind; in Betrieben unter 2.000 Tieren mindestens zwei Strohballen.
  • Pro 1.000 Tiere mindestens 15 m Sitzstangen im Stall in 10 - 30 cm Höhe oder höhenverstellbar.
  • Zur Bewertung der Belegdichte ist das Formblatt ,,Tiergerechte Masthühnerhaltung - Einstiegsstufe" mit Anlagen (Lageplan, Stall- und Abteilpläne mit Belegungszahlen sowie exemplarischer Möbilierungsplan Abteil) vorzulegen.
  • Für jeden Stall ist ein gesondertes Bestandsverzeichnis zu führen.
  • Vorlage des/der Bestandsverzeichnisse/s sowie voh Einkaufs- beziehungsweise Verkaufsbelegen (beziehungsweise von Abgangsbelegen bei innerbetrieblicher Verbringung).
  • Stall mit mindestens dreihundert Mastplätze.

Hinweise

Es handelt sich um eine Maßnahme mit einjährigem Verpflichtungszeitraum.

G 3.2 - Tiergerechte Masthühnerhaltung - Premiumstufe

Ausgleichsleistung: 50 €/100 erzeugte Tiere

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Höheres Platzangebot je Tier, maximal 21 kg/m bezogen auf die Stallgrundfläche.Kaltscharraum kann insoweit auf die Besatzdichte angerechnet werden, dass eine Besatzdichte von maximal 25 kg/m2 bezogen auf die Stallinnenfläche nicht überschritten wird. Ausnahmen für Mobilställe.
  • Überdachter, befestigter, an den Seiten zu mindestens 50 Prozent licht- und luftdurchlässiger und windgeschützter Kaltscharrraum, der mindestens 20 Prozent der Stallgrundfläche entspricht und mindestens 3 m Raumtiefe (an einer Längsseite des Stalles) hat, der den Tieren spätestens ab Beginn der 4. Lebenswoche uneingeschränkt von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang zugänglich ist.
  • Für mindestens ein Drittel des Lebens der Tiere Grünauslauf von 4 m2 pro Tier, der tagsüber für die Tiere uneingeschränkt zugänglich sein muss.
  • Verwendung von Zuchtlinien mit einer maximal durchschnittlichenTageszunahme von45 Gramm.
  • Mastdauer der Tiere mindestens 56 Tage.
  • Zur Beschäftigung ab der Einstallung mindestens pro 2.000 Tieren drei Strohballen (Standardgröße Kleinballen/HD-Ballen) mit Langstroh, die erneuert werden, sobald sie aufgelöst sind; in Betrieben unter 2.000 Tieren mindestens zwei Strohballen.
  • Pro 1.000 Tiere mindestens 15 m Sitzstangen im Stall in 10 - 30 cm Höhe oder höhenverstellbar.
  • Zur Bewertung der Belegdichte ist das Formblatt ,,Tiergerechte Masthühnerhaltung - Premiumstufe" mit Anlagen (Lageplan, Stall- und Abteilpläne mit Belegungszahlen sowie exemplarischer Möbilierungsplan Abteil) vorzulegen.
  • Für jeden Stall ist ein gesondertes Bestandsverzeichnis zu führen.
  • Vorlage des/der Bestandsverzeichnisse/s sowie voh Einkaufs- beziehungsweise Verkaufsbelegen (beziehungsweise von Abgangsbelegen bei innerbetrieblicher Verbringung).
  • Stall mit mindestens dreihundert Mastplätze.

Hinweise

Es handelt sich um eine Maßnahme mit einjährigem Verpflichtungszeitraum.

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