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F - Freiwillige Maßnahmen zum Gewässer- und Erosionsschutz

F 1 - Winterbegrünung

Ausgleichsleistung: 100 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Beantragte Fläche liegt in der "Wasserkulisse" *.
  • Vorgegebene überwinternde Begrünungsmischungen im Acker-/Gartenbau.
  • Aussaat der Begrünung im Antragsjahr bis spätestens 31. August.
  • Keine Nutzung des Aufwuchses; Ausnahme: Beweidung durch Wanderschäfer möglich.
  • Im Folgejahr kein Mulchen/Einarbeitung des Aufwuchses vor dem 15.Januar.
  • Ein Einsatz von Herbiziden von der Aussaat der Zwischenfrucht bis zur Einsaat der Folgekultur ist nicht zulässig. Hiervon ausgenommen ist die Applikation nach dem völligen Absterben oder der mechanischen Zerkleinerung des Zwischenfruchtbestandes unmittelbar zur Vorbereitung der Aussaat der Folgekultur.

Hinweise

* Flächen in gefährdeten Grundwasserkörpern (GWK) nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) außerhalb von Problem- und Sanierungsgebieten (Stand 2014). Es ist ausgeschlossen, dass der Zwischenfruchtanbau gleichzeitig als öVF für das Greening in der 1. Säule der GAP anerkannt und im Rahmen von FAKT gefördert wird. Bis zum 31. August des Antragsjahres ist eine Ummeldung der Begrünungsflächen möglich.

F 2 - N-Depotdüngung mit Injektion

Ausgleichsleistung: 60 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Beantragte Fläche liegt in der "Wasserkulisse" *.
  • Nur Lohnunternehmer-Einsatz möglich. Nachweis über Lohnunternehmer/Maschinenring.
  • Ausbringung der gesamten mineralischen Stickstoffdüngermenge als Depotdüngung durch Injektion im Frühjahr zur jeweils ausgewählten Kultur.
  • Zusätzliche Qualitätsdüngergabe bei Weizen ist mit sonstiger Ausbringungstechnik zulässig.
  • Vorlage der Ertragsschätzung/-ermittlung und Düngebedarfsermittlung.
  • Erstellung einer Schlagbilanz.

Hinweise

* Flächen in gefährdeten GWK nach WRRL außerhalb von Problem- und Sanierungsgebieten (Stand 2014).

F 3 - Precision Farming

Ausgleichsleistung: 80 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Beantragte Fläche liegt in der "Wasserkulisse'' *.
  • Anwendung von Precision Farming als Paket mit den Maßnahmen
    • 1. "Stickstoffdüngung mit N-Sensor",
    • 2. "Phosphat-Grunddüngung,
    • 3. "Ermittlung des Phosphat-Düngebedarfs".
  • Die Phosphatdüngung hat gemäß dem ermittelten Düngebedarf zu erfolgen, das heißt in Gehaltsklasse E keine Düngung (organisch und mineralisch).
  • Precision Farming - Module nicht bei beantragten Flächen mit N-Depotdüngung möglich.
  • Als Nachweis der Durchführung sind die Düngebedarfsermittlung sowie der Ausdruck der digital erfassten Ausbringungskarte erforderlich. Dem Ausdruck können die Einsatzdaten, die Schlaggröße und die Umrisse des Schlages entnommen werden, auf dem die Maßnahme durchgeführt worden ist.

Hinweise

* Flächen in gefährdeten GWK nach WRRL außerhalb von Problem- und Sanierungsgebieten (Stand 2014).

F 4 - Reduzierte Bodenbearbeitung mit Strip Till

Ausgleichsleistung: 120 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Beantragte Fläche liegt in der "Wasserkulisse" * oder in der Erosionskulisse.
  • Einsatz der Strip Till-Technik in Form von Eigenmechanisierung oder Durchführung durch Lohnunternehmer.
  • Strip Till ("Streifenziehen") im Herbst des Vorjahres oder im Frühjahr in die Stoppel beziehungsweise Zwischenfrucht.
  • Danach keine weitere Grundbodenbearbeitung erlaubt.
  • Im Antragsjahr Säen oder Pflanzen der Hauptfrucht in die Streifen mit GPS­ Unterstützung.
  • Zulässige Kulturen sind Zuckerrüben, Mais, Soja und Feldgemüse.
  • Als Nachweis der Durchführung dieser Maßnahme sind Ausdrucke des digital erfassten Maschineneinsatzes erforderlich (Strip-Till-Maschine und Saat­/Pflanzmaschine). Dem Ausdruck können die Einsatzdaten, die Schlaggröße und die Umrisse des Schlages entnommen werden, auf dem die Maßnahme durchgeführt worden ist.

Hinweise

* Flächen in gefährdeten GWK nach WRRL außerhalb von Problem- und Sanierungsgebieten (Stand 2014).

F 5 - Freiwillige Hoftorbilanz

Ausgleichsleistung: 20 €/ha; maximal 180 €/Betrieb

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Betrieb liegt mit mindestens 1 ha LF in der "Wasserkulisse" *.
  • Viehhaltende Betriebe mit mindestens 0,5 GV/ha LF.
  • Erstellung einer jährlichen Hoftorbilanz für die Nährstoffe Stickstoff, Phosphat und Kali in Verbindung mit einer Bewertung der Nährstoffsalden.

Hinweise

* Flächen in gefährdeten GWK nach WRRL außerhalb von Problem- und Sanierungsgebieten (Stand 2014).


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