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E - Umweltschonende Pflanzenerzeugung und Anwendung biologischer/biotechnischer Maßnahmen

E 1.1 - Begrünung im Acker-/Gartenbau

Ausgleichsleistung: 70 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Begrünungsaussaat in Form von Unter- oder Blanksaaten bis Mitte September.
  • Keine Verwendung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen in Reinsaat für die Begrünung.
  • Keine Nutzung des Aufwuchses (auch im Folgejahr); Ausnahme: Beweidung durch Wanderschäfer möglich.
  • Mulchen/Einarbeiten des Aufwuchses nicht vor Ende November.
  • Ein Einsatz von Herbiziden von der Aussaat der Zwischenfrucht bis zur Einsaat der Folgekultur ist nicht zulässig. Hiervon ausgenommen ist die Applikation nach dem völligen Absterben oder der mechanischen Zerkleinerung des Zwischenfruchtbestandes unmittelbar zur Vorbereitung der Aussaat der Folgekultur.

Hinweise

Zur Begrünung dürfen keine landwirtschaftlichen Kulturpflanzen gemäß Anhang IX nach Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 in Reinsaat verwendet werden.

Es ist ausgeschlossen, dass der Zwischenfruchtanbau gleichzeitig als öVF für das Greening in der 1. Säule der GAP anerkannt und im Rahmen von FAKT gefördert wird. Bis zum 1. September des Antragsjahres ist eine Ummeldung der Begrünungsflächen möglich.

E 1.2 - Begrünungsmischungen im Acker-/Gartenbau

Ausgleichsleistung: 90 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Zur Begrünung werden vorgegebene Saatgutmischungen mit mindestens fünf Mischungskomponenten verwendet.
  • Aussaat bis Ende August.
  • Keine Nutzung des Aufwuchses; Ausnahme: Beweidung durch Wanderschäfer möglich.
  • Mulchen/Einarbeiten des Aufwuchses nicht vor Ende November.
  • Ein Einsatz von Herbiziden von der Aussaat der Zwischenfrucht bis zur Einsaat der Folgekultur ist nicht zulässig. Hiervon ausgenommen ist die Applikation nach dem völligen Absterben oder der mechanischen Zerkleinerung des Zwischenfruchtbestandes unmittelbar zur Vorbereitung der Aussaat der Folgekultur.

Hinweise

Es ist ausgeschlossen, dass der Zwischenfruchtanbau gleichzeitig als öVF für das Greening in der 1. Säule der GAP anerkannt und im Rahmen von FAKT gefördert wird. Bis zum 31. August des Antragsjahres ist eine Ummeldung der Begrünungsflächen möglich.

E 2.1 - Brachebegrünung mit Blühmischungen (ohne öVF Anrechnung)

Ausgleichsleistung: 710 €/ha; maximal 5 ha je Betrieb

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Jährliche Aussaat von vorgegebenen ein- oder überjährigen Blühmischungen auf aus der Erzeugung genommenen Ackerflächen.
  • Aussaat im Herbst des Vorjahres (überjährig) oder im Frühjahr bis spätestens 15. Mai.
  • Mulchen/Einarbeiten des Aufwuchses nicht vor Ende November bzw. ab September bei Anbau einer Winterkultur.
  • Kein Einsatz von Stickstoffhaltigen Düngemitteln und von Pflanzenschutzmitteln.

Hinweise

Bei streifenförmiger Ansaat (Blühstreifen) muss der Streifen eine Mindestbreite von fünf Metern aufweisen. Es ist auch eine flächige Ansaat möglich (Blühflächen). Die Maßnahme kann auch in aufeinanderfolgenden Jahren auf der gleichen Fläche gefördert werden. Sie kann außerdem in Problem- und Sanierungsgebieten von Wasserschutzgebieten und im Anschluss an eine im Vorjahr als öVF-Zwischenfrucht ausgewiesenen Ackerfläche gefördert werden.

E 2.2 - Brachebegrünung mit Blühmischungen (mit öVF Anrechnung)

Ausgleichsleistung: 330 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Jährliche Aussaat von vorgegebenen ein- oder überjährigen Blühmischungen auf aus der Erzeugung genommenen Ackerflächen.
  • Aussaat im Herbst des Vorjahres bis spätestens 15. September (überjährig) oder im Frühjahr bis spätestens 15. Mai.
  • Mulchen/Einarbeiten des Aufwuchses bei Anbau einer Winterkultur ab September. Bei nachfolgender Sommerkultur Mulchen nicht vor Ende November und Einarbeiten nicht vor dem 1. Januar des Folgejahres.
  • Kein Einsatz von Stickstoffhaltigen Düngemitteln und von Pflanzenschutzmitteln.

Hinweise

Siehe Ausführungen bei. E 2.1. Eine betriebliche Obergrenze existiert für E 2.2 nicht.

E 3 - Herbizidverzicht im Ackerbau

Ausgleichsleistung: 80 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Nur bei Kulturen, in denen üblicherweise Herbizide eingesetzt werden.
  • Kein Einsatz von Herbiziden auf Ackerflächen im eingegangenen Verpflichtungsumfang.

Hinweise

Ausgenommen von der Förderung sind solche Kulturen, in denen für gewöhnlich kein Herbizideinsatz erfolgt, wie zum Beispiel Klee, Luzerne oder Futtergemenge.

E 4 - Ausbringung von Trichogramma in Mais

Ausgleichsleistung: 60 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

Zwei Varianten, zwischen denen innerhalb der Förderperiode gewechselt werden kann:

  • 1. Zweimalige Trichogramma-Ausbringung.
  • 2. Einmalige Trichogramma-Ausbringung mit erhöhter Aufwandmenge.
  • Sonderfall: ln abgegrenzten Regionen Südbadens (Dienstbezirke Lörrach, Breisgau­-Hochschwarzwald und Emmendingen) wird neben der Ausbringung von Trichogramma eine weitere Bekämpfung (biologisch oder chemisch) ohne Ausnahmegenehmigung zugelassen.

Hinweise

Mit dieser Maßnahme wird der Einsatz des Nützlings Trichogramma evanescens gegen den Maiszünsler gefördert. Nachweis der auf der beantragten Fläche eingesetzten Nützlinge über Einkaufsbelege der verwendeten Produkte. Die zuständige untere Landwirtschaftsbehörde kann im Einzelfall den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel zulassen. Im Jahr der Ausnahmegenehmigung wird für die betreffende Fläche keine.Ausgleichsleistung gewährt.

E 5 - Nützlingseinsatz unter Glas

Ausgleichsleistung: 2.500 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Einsatz von Nützlingen im Unterglasanbau als Ersatz r chemisch-synthetische Insektizide.
  • Verzicht auf den Einsatz chemisch-synthetischer Insektizide auf den beantragten Flächen gegen denselben Schädling.

Hinweise

Nachweis der auf der beantragten Fläche eingesetzten Nützlinge über Einkaufsbelege der verwendeten Produkte. Bei Mitgliedschaft in einer Erzeugerorganisation (EZO) für Obst und Gemüse, die in ihrem operationellen Programm eine vergleichbare Maßnahme anbietet, ist eine Förderung für E 5 ausgeschlossen. Die zuständige untere Landwirtschaftsbehörde kann im Einzelfall den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel zulassen. Im Jahr der Ausnahmegenehmigung wird für die betreffende Fläche keine Ausgleichsleistung gewährt.

E 6 - Pheromoneinsatz im Obstbau

Ausgleichsleistung: 100 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Anwendung der Pheromonverwirrmethode zur Bekämpfung mindestens einer Wicklerart.
  • Verzicht auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Insektiziden gegen denselben Schädling auf der beantragten Fläche.

Hinweise

Förderfähig ist die gesamte Obstbaufläche, auch unbestockte Teile, sofern Dispenser nach den Vorgaben der amtlichen Beratung in ausreichender Anzahl ausgehängt sind. Nachweis der auf der beantragten Fläche eingesetzten Dispenser über Einkaufsbelege. Die zuständige untere Landwirtschaftsbehörde kann im Einzelfall den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel zulassen. Im Jahr der Ausnahmegenehmigung wird für die betreffende Fläche keine Ausgleichsleistung gewährt.

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