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B - Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft und besonders geschützter Lebensräume im Grünland

B 1.1 - Extensive Bewirtschaftung des Dauergrünlandes mit höchstens 1,4 RGV/ha Hauptfutterfläche ohne mineralische Stickstoffdüngung

Ausgleichsleistung: 150 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • RGV-Besatz von maximal 1,4 RGV je ha Hauptfutterfläche.
  • GV-Besatz von maximal 1,4 GV je ha landwirtschaftliche Fläche.
  • Mindestbesatz von 0,3 RGV je ha Dauergrünland.
  • Durchführung der erforderlichen Weidepflege, sofern keine jährliche Schnittnutzung erfolgt.
  • Verzicht auf Meliorationsmaßnahmen und Beregnung.
  • Keine Düngung des Dauergrünlandes mit mineralischem Stickstoff.
  • Keine flächige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.
  • Umbruchlose Grünlanderneuerung ausschließlich über Nachsaat erlaubt.

Hinweise

Die Düngung des gesamten Dauergrünlandes mit mineralischem Stickstoff ist nicht zulässig. Eine flächige Anwendung von Herbiziden ist im Einzelfall nach vorheriger Genehmigung durch die untere Landwirtschaftsbehörde möglich.

B 1.2 - Extensive Bewirtschaftung bestimmter Dauergrünlandflächen ohne Stickstoffdüngung in Betrieben ab 0,3 RGV/ha Dauergrünland

Ausgleichsleistung: 150 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Keine Düngung der Einzelfläche mit mineralischem und organischem Stickstoff auf der Einzelfläche, mit Ausnahme der Ausscheidungen von weidenden Tieren.
  • Mindestbesatz von 0,3 RGV je ha Dauergrünland (DGL).
  • Die Maßnahme ist über den gesamten Verpflichtungszeitraum auf derselben Fläche durchzuführen.
  • Fläche zählt zur Hauptfutterfläche.
  • Durchführung der erforderlichen Weidepflege, sofern keine jährliche Schnittnutzung erfolgt.
  • Verzicht auf Meliorationsmaßnahmen und Beregnung.
  • Keine flächige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln.
  • Umbruchlose Grünlanderneuerung ausschließlich über Nachsaat erlaubt.
  • Schlagbezogene Aufzeichnungen zu Düngung und Pflanzenschutz auf allen Grünlandflächen des Betriebes.

Hinweise

Eine flächige Anwendung von Herbiziden ist im Einzelfall nach vorheriger Genehmigung durch die untere Landwirtschaftsbehörde möglich.

B 3.1 - Bewirtschaftung von artenreichem Dauergrünland mit vier Kennarten

Ausgleichsleistung: 230 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Vorkommen von mindestens vier Kennarten aus einem Katalog von dreißig Kennarten (Anlage 3).
  • Schlagbezogene Aufzeichnungen über Düngung und Schnittzeitpunkte.
  • Umbruchlose Grünlanderneuerung ausschließlich über Nachsaat erlaubt.

Hinweise

Die schlagbezogene Aufzeichnungen über Düngung und Schnittzeitpunkte sind zeitnah zu führen. Die Überprüfung erfolgt im Rahmen der Vor-Ort-Kontrolle.

B 3.2 - Bewirtschaftung von artenreichem Dauergrünland mit sechs Kennarten

Ausgleichsleistung: 260 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Wie 3.1, jedoch mit sechs Kennarten aus einem Katalog von dreißig Kennarten (Anlage 3).

Hinweise

Die schlagbezogene Aufzeichnungen über Düngung und Schnittzeitpunkte sind zeitnah zu führen. Die Überprüfung erfolgt im Rahmen der Vor-Ort-Kontrolle.

B 4 - Extensive Nutzung von § 30 BNatSchG/ § 33 NatSchG Biotopen

Ausgleichsleistung: 280 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Biotopfläche nach § 30 Absatz 2 Satz 1 BNatSchG beziehungsweise § 30 Absatz 2 Satz 2 BNatSchG in Verbindung mit § 33 NazSchG.
  • Angepasste extensive Bewirtschaftung zu deren Erhaltung.

Hinweise

Bewilligungsgrundlage ist die Kulisse der § 30/33 Biotopflächen.

B 5 - Extensive Nutzung der FFH-Lebensraumtypen Flachland- und Bergmähwiese

Ausgleichsleistung: 280 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Kartierte FFH-Flachland- und Bergmähwiesen.
  • Vorkommen von mindestens sieben Kennarten aus einem Katalog von Gras- und Kräuterarten (Anlage 4).
  • Angepasste extensive Bewirtschaftung zu deren Erhaltung.

Hinweise

Gefördert werden können ausschließlich kartierte FFH-Flachland- und Bergmähwiesen innerhalb und außerhalb von Natura 2000-Gebieten. Die förderfähigen Flächen sind in einer Kulisse hinterlegt. Ausgleich wird auch im begrenztem Umfang für angrenzende, nicht kartierte Flächen mit entsprechenden Bewirtschaftungsbeschränkungen aufgrund der einheitlichen Schlagbewirtschaftung gewährt. Umfasst die restliche förderfähige Grünlandfläche des Flurstücks nicht mehr als 50 Prozent der gesamten Grünlandfläche des Flurstücks und ist diese Restfläche nicht größer als 2 ha, kann für die gesamte förderfähige Grünlandfläche des Flurstücks B5 beantragt werden.

B 6 - Messerbalkenschnitt auf artenreichem Dauergrünland

Ausgleichsleistung: 50 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Ausschließlich Mahd der Grünlandflächen mit dem Messerbalken.
  • Sonstige Auflagen wie B 3.

Hinweise

Ein Antrag kann nur Flächen mit den Maßnahmen B 3.1 und B 3.2 gestellt werden.

B 6 - Messerbalkenschnitt auf § 30 BNatSchG/ § 33 NatSchG Biotopen

Ausgleichsleistung: 50 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Ausschließlich Mahd der Grünlandflächen mit dem Messerbalken.
  • Sonstige Auflagen wie B 4.

Hinweise

Ein Antrag kann nur Flächen mit den Maßnahmen B 4 gestellt werden.

B 6 - Messerbalkenschnitt auf FFH Flachland- und Bergmähwiese

Ausgleichsleistung: 50 €/ha

Fördervoraussetzungen und Auflagen

  • Ausschließlich Mahd der Grünlandflächen mit dem Messerbalken.
  • Sonstige Auflagen wie B 5.

Hinweise

Ein Antrag kann nur Flächen mit den Maßnahmen B 5 gestellt werden.

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