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Ausgleichszulage Landwirtschaft (AZL)

Ziel

Die Ausgleichszulage trägt dazu bei, die dauerhafte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in den benachteiligten Gebieten  (zum Beispiel Berggebiete) zu sichern - zur Erhaltung der Landschaft und zur Erhaltung und Förderung von nachhaltiger Bewirtschaftung.

Mittelherkunft

EU, Bund, Baden-Württemberg

Zuwendungsempfänger

  • Aktive Betriebsinhaber im Sinne des Artikel 9 der VO (EU) Nr. 1307/2013, die ihren Unternehmenssitz in Baden-Württemberg haben.
  • Die Kapitalbeteiligung der öffentlichen Hand muss weniger als 25 Prozent des Eigenkapitals des Unternehmens betragen.

Förderfähige Maßnahmen

Gefördert wird der teilweise Ausgleich der Kosten und Einkommensverluste sowie sonstiger Nachteile auf landwirtschaftlich genutzten Flächen in Berggebieten und anderen benachteiligten Gebieten in Baden-Württemberg und angrenzender Bundesländer. Es gilt die jeweils aktuelle Gebietskulisse (Berggebiete, Benachteiligte Agrarzonen und Kleine Gebiete) auf der Basis der Gebietskulisse vom 9. November 1989 (Anlage zur Richtlinie vom 14. Dezember 1990, GABl. 1991, S. 242).

Fördervoraussetzungen

Bei selbstbewirtschafteten Grünlandflächen in den abgegrenzten benachteiligten Gebieten müssen diese mindestens einmal jährlich gemäht oder beweidet werden. Sofern keine jährliche Schnittnutzung erfolgt, ist eine entsprechende Weidepflege erforderlich.

Art und Höhe der Förderung

  • Ab einer förderfähigen Fläche von 100 ha erfolgt eine degressive Staffelung.
  • Mindestauszahlungsbetrag 250 € je Antrag.
  • Die Ausgleichsleistungen je Hektar zuwendungsfähiger Fläche werden differenziert in Berggebieten nach der Ertragsmesszahl (EMZ), in den benachteiligten Gebieten nach der Landwirtschaftlichen Vergleichszahl (LVZ) der Gemarkung.

1. Berggebiete

a) Bewirtschaftungssystem mit Tierhaltung
Eine Tierhaltung in diesem Sinne ist gegeben, wenn je ha Dauergrünland ein Mindestbesatz von 0,3 RGV erreicht wird

 Grünland
 Ertragsmeßzahl der Gemarkung (EMZ)      Ausgleichszahlung
   EMZ bis 19,9  150 Euro / ha
   EMZ 20,0 bis 24,9  135 Euro / ha
   EMZ 25,0 bis 29,9  120 Euro / ha
   EMZ 30,0 bis 34,9  110 Euro / ha
   EMZ ab 35,0  100 Euro / ha
 Ackerland
   Einheitlich    25 Euro / ha

b) Bewirtschaftungssystem ohne Tierhaltung

                                                                Ausgleichszahlung
 Grünland   100 Euro / ha
 Ackerland     25 Euro / ha

Für die Prämiendifferenzierung nach der Ertragsmeßzahl (EMZ) werden die Gemarkungsdaten der Oberfinanzdirektion zu Grunde gelegt.

2. Andere Gebiete als Berggebiete, die aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligt sind ("Nicht-Berggebiete")

 Landwirtschaftliche Vergleichszahl (LVZ)    Ausgleichszahlung
   LVZ bis 14,9  103 Euro / ha
   LVZ 15,0 bis 15,9    97 Euro / ha
   LVZ 16,0 bis 16,9    91 Euro / ha
   LVZ 17,0 bis 17,9    85 Euro / ha
   LVZ 18,0 bis 18,9    79 Euro / ha
   LVZ 19,0 bis 19,9    73 Euro / ha
   LVZ 20,0 bis 20,9    67 Euro / ha
   LVZ 21,0 bis 21,9    61 Euro / ha
   LVZ 22,0 bis 22,9    55 Euro / ha
   LVZ 23,0 bis 23,9    49 Euro / ha
   LVZ ab 24,0    43 Euro / ha

3. Kleine Gebiete (aus anderen spezifischen Gründen benachteiligte Gebiete)

a) Bewirtschaftungssystem mit Tierhaltung

Eine Tierhaltung in diesem Sinne ist nur dann gegeben, wenn je ha Dauergrünland ein Mindestbesatz von 0,3 RGV erreicht wird.

                                                               Ausgleichszahlung
 Grünland    60 Euro / ha
 Ackerland    25 Euro / ha

b) Bewirtschaftungssystem ohne Tierhaltung

                                                               Ausgleichszahlung
 Grünland und Ackerland    25 Euro / ha


Die Auszahlung der AZL steht unter dem Vorbehalt ausreichender Finanzmittel.
Die Fördersätze können unter Beachtung der allgemeinen Fördergrenzen durch Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zwecks Anpassung an die verfügbaren Haushaltsmittel insgesamt oder teilweise verändert oder gekürzt werden.

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, Auflagen sowie Art und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der AZL-Verwaltungsvorschrift.

Antragstellung

Untere Landwirtschaftsbehörde beim Landratsamt bis 15. Mai des Jahres mit Gemeinsamer Antrag


Stand: 24.01.2017

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