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Fusariumbekämpfung beginnt mit der Fruchtfolgeplanung

DON ist die Abkürzung für das Pilzgift Desoxynivalenol, das unter anderem durch Fusarium graminearum gebildet wird und vor allem Weizen, dann Hafer,Triticale, Roggen, Mais im Bestand auf dem Feld befällt. Einmal gebildete Pilzgifte sind weder durch Erhitzen, noch durch Konservierung unschädlich zu machen.

Der Grenzwert  für unverarbeitetes Getreide liegt bei 1,25 mg/kg, bei Mais, Hartweizen und Hafer sind es 1,75 mg/kg. Der Einsatz des Pfluges ist eine effektive Maßnahme, um eine Infektion im Getreidebestand zu verhindern. Alerdings muß hierbei sauber und tief, am besten mit Vorschäler gearbeitet werden. Jeder nicht beerdigte Maisstängel infiziert im Umkreis von 50 Metern, wenn das Wetter richtig mitspielt (> 3 mm Regen und Tagesdurchschnittstemperatur von 17° c während der Blüte). Beobachtungen aus der Praxis lassen allerdings Zweifel aufkommen, ob der Pflug wirklich das Allheilmittel ist. Es gibt todkranke Bestände nach Pflugfurche und topgesunde nach Mulchsaat. Davon abgesehen gibt es in erosionsgefährdeten Lagen und in Wasserschutzgebieten keine Alternative zum Pflugverzicht.

Mais ist ist die schlechteste aller Vorfrüchte für Weizen bezogen auf Fusarien, die Zuckerrübe ist um 50% besser - was nutzt das in Fusarienjahren? Die "klassischen" Vorfrüchte für Weizen schneiden also schlecht ab. Am wenigsten wird Weizen nach Raps, Getreide und Leguminosen infiziert.

In früheren Fruchtfolgen spielte der Mais kaum eine Rolle. Heute ist der Mais nicht mehr wegzudenken.

Wenn Mais bezüglich Fusarium die gefährlichste Vorfrucht für Weizen ist, muss zwischen Mais und Weizen ein weiterer Abstand eingeplant werden. Die Fruchtfolge könnte dann so aussehen:

1. Mais

2.  Hafer/
     Erbsen/
     Sojabohnen

3. Weizen 
    

4.Zuckerrüben/
    Raps

5. Weizen
    

6. Winter-/
    Sommergerste

7. Mais


Wenn Weizen nach Mais stehen muss, sind folgende Maßnahmen zwingend zu ergreifen, um die Befallswahrscheinlichkeit mit Ährenfusarien zu senken:

Förderung der Rotte des Maisstrohs (z.B. durch Mulchen)

Anbau weniger anfälliger Sorten (z.B. Pamier, KWS Ferrum)

bei Befallsdruck: Fungizidbehandlung in die Blüte mit (z.B. Prosaro, Osiris)


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