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Biotoptypen- und Landschaftselemente

Extensivgrünland oder artenreiches Grünland der mäßig trockenen bis mäßig feuchten Standorte

1. Einleitung

2. Bedeutung

3. Gefährdung und Schutz

4. Erhalt, Pflege und Neuanlage

5. Kosten / Förderung

6. Literatur

7. Links

Je nach Klima- und Bodenverhältnissen und nach Höhenlage haben sich in den letzten Jahrhunderten durch die Bewirtschaftung des Menschen unterschiedliche Wiesen- und Weidetypen bzw. -gesellschaften herausgebildet.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Wiesen aufgrund des beschränkten Düngerangebots im heutigen Sinne „extensiv" genutzt, d.h. mit geringer oder gar keiner Nährstoffzufuhr und ein bis zwei Schnitten jährlich. Heute wird Grünland vielerorts intensiv, also mit hoher Nährstoffzufuhr (auch bedingt durch intensive Tierhaltung und daraus resultierender Güllewirtschaft) und häufiger Nutzungsfrequenz (mehr als drei Schnitte jährlich), genutzt. 

So sind beispielsweise im Südschwarzwald und im Hochrheingebiet zwischen 1960 und 1980 über 90% der bis dahin durchweg mageren bis nährstoffreichen Wiesen in eutrophes Grünland umgewandelt worden. Die jährlichen Futtererträge stiegen dabei von unter 35 dt auf 100 dt und mehr Trockenmasse pro Hektar. Die Intensivierung geht mit einem deutlichen Verlust von Pflanzen- und Tierarten und ihren Vergesellschaftungen einher. Eine vollständige Rückumwandlung solcher Standorte ist kaum möglich, die Extensivierung bzw. Aushagerung langwierig, dennoch vielerorts aus naturschutzfachlicher und landschaftspflegerischer Sicht lohnend.

Andernorts wird dagegen die landwirtschaftliche Nutzung aufgegeben, wenn es sich um schlecht erreichbare und schwierig zu mähende Standorte handelt. Dort folgen häufig Aufforstung oder Sukzession, was ebenfalls mit einem Arten-Turnover und meist auch Artenverlust einhergeht und in waldreichen Mittelgebirgslagen oft auch weitere Probleme aufwirft (Lokalklima, Landschaftsbild).

Die Extensivierung intensiv genutzter Standorte und die Nutzung bzw. Pflege in Grenzertragslagen wird seit den 80er Jahren vielfach mit Förderprogrammen (FAKT, LPR) unterstützt.

Die extensive Wiesen-Nutzung erfüllt folgende Merkmale:

  • Jährliche Mahd und Abtransport des Schnittgutes als Grundmerkmale der Wiesennutzung sind gegeben.
  • Die natürlichen Bodenverhältnisse und die standortstypische spontane Wiesenvegetation werden nicht gezielt verändert.
  • Auf den Einsatz von mineralischem Stickstoff und von Gülle wird verzichtet.
  • Auf den Einsatz von Pestiziden wird verzichtet.
  • Die Nutzungshäufigkeit und die Nutzungstermine sind mit der Regenerationsfähigkeit und den Fortpflanzungsmöglichkeiten der für Wiesen typischen Pflanzen- und Tierarten vereinbar.

Die mäßig intensive Wiesen-Nutzung,  die für die Erhaltung der Flachland- und Berg-Glatthaferwiesen (FFH-Lebensraumtypen) eine wichtige Funktion hat, erfüllt folgende Merkmale:

  • Die natürlichen Standorteigenschaften und die spontane Wiesenvegetation werden nicht irreversibel durch Düngung oder andere gezielte Maßnahmen verändert.
  • Die Nutzungshäufigkeit und die Nutzungstermine sind mit der Regenerationsfähigkeit und den Fortpflanzungsmöglichkeiten der meisten für Wiesen typischen Pflanzen- und Tierarten vereinbar.
  • Die mechanischen Wirkungen der Nutzung führen nicht zu Störungen der Pflanzendecke, sondern erhalten eine dem Nährstoff- und Wasserangebot des Bodens entsprechende geschlossene krautige Vegetation.

Das artenreiche Grünland der mäßig trockenen bis mäßig feuchten Standorte umfasst im wesentlichen die Glatt- und Goldhaferwiesen.

Glatt- und Goldhaferwiesen besitzen eine wesentlich höhere Bestandesdichte (bis 3000 Pflanzenindividuen/m² als intensiv bewirtschaftete Wiesen (<200 Individuen/m²) und eine dreifach höhere Artenzahl an Pflanzen. Bei der Intensivierung dieser Wiesen verschwinden nach WOIKE (1983) (in BRIEMLE 1992: 89) mit jeder Pflanzenart zugleich 10 Tierarten, die von ihr als Nahrungsquelle abhängig sind. Auf einer unterschiedlich gepflegten trockenen Glatthaferwiese konnten auf einer weniger als 1 ha großen Fläche 560 Tierarten bestimmt werden (aus BRIEMLE 1992: 88ff).

Die artenreichen Wiesen tragen mit ihren jahreszeitlich verschiedenen Blühaspekten wesentlich zur Belebung des Landschaftsbildes bei und sind charakteristische Bestandteile der Kulturlandschaft. In Baden-Württemberg vorkommende Bestände der Glatthaferwiesen besitzen wegen ihrer Artenausstattung und Ausbildungsmannigfaltigkeit europaweite Bedeutung (HÖLL und BREUNIG 1995: 245).

Außer dem Erhalt der Artenvielfalt dient Extensivgrünland auch dem Grundwasser- und Gewässerschutz.

Verbreitungsschwerpunkte:

 

Schwarz-
wald

Alpen-vorland

Süd-
westliche Alb

Schwä-bische Alb

Mittlere Oberrhein-
ebene

Oberrhein-
gebiet

Odenwald

Schwäb.- Fränk. Wald

Oden-wald

Nasswiese/ Feuchtwiese

X

X

 

 

X

 

X

X

 

Fettwiese

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X

 

 

X

 

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Weide

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X

 

 

 

 

 

Kennzeichnende Pflanzenarten:

Glatthafer (Arrhenaterum elatius) bzw. in Höhenlagen ab 500 m NN Goldhafer (Trisetum flavescens), Wiesen-Pippau (Crepis biennis)

  • frische bis feuchte Standorte: Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi), Kohldistel (Cirsium oleraceum), Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)
  • frische Standorte: Wiesen-Glockenblume (Campanula patula), Wolliges Honiggras (Holcus lanatus), Wiesen-/ Wald-Storchschnabel (Geranium pratense/ sylvaticus), WiesenFlockenblume (Centaurea jacea), Margerite (Chrysanth. leucanth.)
  • frische bis trockene Standorte: Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Ackerwitwenblume (Knautia arvensis), Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)

Foto: C. Harf

Foto: C. Harf

Foto: C. Harf


Häufig vorkommende Tierarten: Heuschrecken, Grillen, Tagfalter, Bienen, Schwebfliegen, Laufkäfer, Spinnen etc.

Gefährdung und Schutz:


Extensives Grünland ist im wesentlichen gefährdet durch:
  • Intensivierung (stärkere Düngung, hohe Nutzungsfrequenz)
  • Umbruch in Ackerland
  • Nutzungsauflassung

Foto: C. Harf

So erfolgte beispielsweise in der Nördlichen Oberrheinniederung zwischen 1940 und 1984 ein Wiesenschwund (auch Streu- und Nasswiesen) von nahezu 80% (DILGER & SPÄTH 1988 in HÖLL und BREUNIG 1995: 244). Der Anteil kennartenreicher Glatt- und Goldhaferwiesen am gesamten Grünland beträgt im Mittleren Schwarzwald nach Schätzungen nur noch ca. 20% (KRETSCHMAR 1992 in HÖLL und BREUNIG 1992: 245).

Durch die Biotopkartierung wurden 80% der kartierten Fettwiesen als gefährdet eingestuft (HÖLL und BREUNIG 1995: 245).

Biotopschutz nach §33 NatSchG: Der Biotoptyp ist nicht nach §33 NatSchG geschützt.

Schutz nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie
Magere Flachland-Mähwiesen (FFH-Lebensraumtyp 6510)

Dieser Lebensraumtyp bezeichnet arten- und blütenreiche trockene bis frisch-feuchte Mähwiesen (ein- bis zweimalige Mahd) im Flach- und Hügelland. Charakteristischerweise erfolgt der erste Heuschnitt nicht vor der Hauptblütezeit der Gräser.

Kennzeichnende Pflanzenarten sind Glatthafer (Arrhenatherum elatius), Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis), Wilde Möhre (Daucus carota), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Wiesen-Pippau (Crepis biennis), Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Margerite (Leucanthemum vulgare), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Frauenmantel-Arten (Alchemilla spec.), Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis), Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris), Großer Klappertopf (Rhinanthus angustifolius), Wiesen-Glockenblume (Campanula patula), Flaumiger Wiesenhafer (Helictotrichon pubescens).

Die Schwerpunktvorkommen dieses Wiesentyps befinden sich bei europaweiter Betrachtung in Südwestdeutschland. Darüber hinaus besitzen die baden-württembergischen Glatthaferwiesen eine besondere Artenausstattung und sind in ihren Ausprägungen besonders vielfältig. Baden-Württemberg hat also eine besondere Verantwortung für ihre Erhaltung in gutem ökologischen Zustand.

Berg-Mähwiesen (FFH-Lebensraumtyp 6520)

Dieser Lebensraumtyp bezeichnet arten- und blütenreiche Bergwiesen der Mittelgebirge (in der Regel über 600 m über NN). Entstehung und Erhaltung dieser Wiesen sind im Wesentlichen an frische bis mäßig feuchte Standorte sowie ein- bis zweimähdige Bewirtschaftung mit nur geringer oder ohne Düngung gebunden.

Kennzeichnende Pflanzenarten sind Goldhafer (Trisetum flavescens), Hain-Flockenblume (Centaurea nemoralis), Ährige Teufelskralle (Phyteuma spicatum), Weichhaariger Pippau (Crepis mollis), Große Sterndolde (Astrantia major), Wiesen-Knöterich (Polygonum bistorta), Frauenmantel-Arten (Alchemilla spec.), Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum), Perücken-Flockenblume (Centaurea pseudophrygia), Wald-Rispengras (Poa chaixii), Bärwurz (Meum athamanticum).

Die Verbreitungsschwerpunkte dieses Wiesentyps befinden sich in Baden-Württemberg auf der Schwäbischen Alb und insbesondere im Schwarzwald.

Da die Artenvielfalt von Extensivgrünland bei Umwandlung von Acker- in Grünland und bei Extensivierung von vormals intensiv genutztem Grünland nur über einen sehr langen Zeitraum hinweg wiederherstellbar ist, hat der Erhalt noch vorhandenen Extensivgrünlands erste Priorität. Am besten geschieht dies durch Fortführung der bisherigen Nutzung. Wo dies nicht möglich ist, kann eine Fläche auch alternativ gepflegt werden. Als kostengünstige Alternative bietet sich auf vielen Flächen Mulchen statt Mähen an, wobei die Aufwuchsverwertung entfällt. Untersuchungen in den nunmehr seit 25 Jahren laufenden Bracheversuchen Baden-Württembergs zeigen, dass Mulchen - sofern es sich nicht um extrem nasse Standorte handelt – nicht wie bislang angenommen zu einer Nährstoffanreicherung führt, sondern wie das Mähen langfristig eine Aushagerung bei einer leichten Verschiebung des Artenspektrums bewirkt. Eine weitere Alternative zur Nutzung von Extensivwiesen stellt die dar. Untersuchungen von WAGNER 2002 beweisen klar, dass es bei einem nicht zu nennenswerten Artenverschiebungen kommt. Verdeutlicht sei dies an folgendem Bild:

Die linke Hälfte der Wiese wird beweidet, die rechte gemäht.

Wesentlich für das Funktionieren der Beweidung stellen sich folgende Punkte dar:

  • Vollständiges Entfernen der Biomasse 1-3 Mal im Jahr
  • Lange Ruhezeiten zwischen den Weidegängen (ca. 2 Monate)
  • Eine angepasste Nährstoffrücklieferung.

In der Praxis heißt das:

  • Weidepflege
  • Wechsel von Mahd und Weide
  • Kurze Fresszeit, lange Ruhezeit
  • Flexibler Nutzungszeitpunkt
  • Rotation

=> Etablierung eines Rotierenden Mäh-Weide-Systems (RMWS) (WAGNER 2002). Die Tierart, mit der dieses Weidemanagement durchgeführt ist, ist letztendlich egal.

BRIEMLE (1991) gibt folgende Hinweise zur Nutzung/ Pflege der unterschiedlichen Grünlandtypen: 

Tab. 1 aus BRIEMLE, EICKHOFF und WOLF 1991: 144-149; Biotopgrünland, Wirtschaftsgrünland, Brache (pdf)

Ist Extensivgrünland kaum oder gar nicht mehr vorhanden, sollte wenigstens stellenweise intensives in extensives Grünland bzw. Acker in Extensivgrünland umgewandelt werden. Die Auswahl von Flächen für eine Grünlandextensivierung sollte unter folgenden Eignungskriterien erfolgen:

  • Sicherung vorhandener wertvoller Flächen aus fachlicher Sicht des Arten- und Biotopschutzes;
  • Erhalt, Extensivierung bzw. Ackerumwandlung in Naturschutzgebieten und flächenhaften Naturdenkmalen, sowie in den durch die Landesbiotopkartierung erfassten, biologisch-ökologisch besonders wertvollen Bereichen, ferner in WSG, Überschwemmungsbereichen und Regenrückhaltebecken.
  • Schaffung bzw. Sicherung großer, zusammenhängender Flächen auch nach tierökologischen Ansprüchen (z.B. Wiesenvögel wie Storch und Großer Brachvogel).
  • Schaffung bzw. Sicherung von Pufferzonen um Schutzgebiete und entlang von Fließgewässern in ehemaligen Wiesenauen.
  • Schaffung bzw. Sicherung von flächigen oder linienhaften Vernetzungsstrukturen.

(MLR-10-87)

Soll der Aufwuchs weiterhin genutzt werden (z.B. zur Heuproduktion), empfiehlt es sich nach BRIEMLE (1991), die Änderung in der Bewirtschaftung nicht abrupt durchzuführen, da sich der Bestand nicht so schnell an die geänderte Bewirtschaftungsweise anpassen kann und es demzufolge z.B. bei einer unmittelbaren Reduktion von 4-5 auf 2 Nutzungen zu einer starken Verschlechterung der Verdaulichkeit des nunmehr überständigen Futters kommt. Darüber hinaus prognostiziert BRIEMLE (1991) an vielen Standorten eine Verkrautung mit nitrophilen Kräutern wie z.B. Ampfer, Giersch und Taubnessel als Folge einer verstärkten Lückenbildung.

Für den Extensivierungsprozess müssen daher in solchen Fällen mehrere Jahre angesetzt werden, damit sich das Grünland in seiner artenmäßigen Zusammensetzung sowohl dem neuen Nutzungsregime als auch dem abnehmenden Nährstoffspiegel des Bodens anpassen kann. Bei Bedarf sollte eine „geordnete" Bestandesumschichtung durch gezielte Nachsaat von Glatthafer, Goldhafer und Wiesenschwingel unterstützt werden.

Soll Ackerland unmittelbar in Extensivgrünland umgewandelt werden, ist allerdings darauf zu achten, dass über einige Jahre die Schnittfrequenz erfolgt, die der jeweiligen Ansaatmischung entspricht. Geschieht dies nicht, bleibt der nötige Narbenschluß aus, und die Flächen verunkrauten gern mit hartnäckigen Wurzelunkräutern (BRIEMLE 1991: 127).

Der Ertragsausfall und der Mehraufwand bei extensiver Grünlandnutzung bzw. der Umwandlung von Ackerland nach Grünland können durch Vertragsnaturschutz nach Landschaftspflegerichtlinie (LPR) oder durch FAKT-Prämien ausgeglichen werden. 

Rechtlich bzw. fördertechnisch bleibt Ackerland, das für die Vertragslaufzeit als Grünland bewirtschaftet wird, Ackerland; d. h. der Anspruch auf die Ackerprämie nach der Direktzahlungen-Verordnung verfällt trotz Grünlandeinsaat und Umbruchverbot während der Vertragslaufzeit nicht. Der Umbruch von Ackerland oder die Re-Intensivierung von Grünland ist nach Ende der  Vertragslaufzeit oder vorzeitiger Kündigung des Vertrages rechtlich unproblematisch, aus Naturschutz- und Landschaftspflegeaspekten aber natürlich nicht wünschenswert.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen gibt es beim Landkreis (Landwirtschaftsamt oder Untere Naturschutzbehörde). Teilweise gibt es auch kommunale Agrar-Umweltprogramme der Städte und Gemeinden, wie z. B. das Ackerrandstreifen-Programm der Stadt Heilbronn (vgl. Link unten).

LPR
(Stand Oktober 2015)

Ausgleichsleistung [€/ ha]

Umstellung von Acker- auf extensive Grünlandbewirtschaftung ohne Pflanzenschutzmittel

 

... ohne Stickstoffdüngung

590

... mit angepasster Stickstoffdüngung

350

Grünlandbewirtschaftung ohne Pflanzenschutzmittel

 

einschürige Mahd und keine Stickstoffdüngung

310

zweischürige Mahd und keine Stickstoffdüngung

400

mehr als zweischürige Mahd und keine Stickstoffdüngung zur Aushagerung
von brachgefallenem Grünland

440

mehr als zweischürige Mahd und keine Stickstoffdüngung zur Aushagerung
von Intensivgrünland

410

zweischürige Mahd und angepasste Stickstoffdüngung

350

mehr als zweischürige Mahd und angepasste Stickstoffdüngung

310

Beweidung ohne Pflanzenschutz- und Düngemittel

 

Standweide, Koppelweide und ein bis zwei Beweidungsgänge in Hütehaltung

360

mehr als zwei Weidegänge in Hütehaltung

320

extensive Standweide 250

Koppelweide

310

Zulagen Grünlandbewirtschaftung

 

zusätzliche Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten

 

... bei hohem Arbeits- und Beratungsaufwand

  75

... bei geringerem Arbeits- und Beratungsaufwand

  40

Gesonderte Behandlung von Teilflächen: beispielsweise Stehenlassen von Altgrasbeständen auf 5 - 20 % der Fläche
Stehenlassen von Altgrasbeständen, einjährig   60

Stehenlassen von Altgrasbeständen, überjährig

  90

Einsatz von speziellen technischen Einrichtungen
(z. B. Messerbalkenmähwerk, Zwillingsbereifung)

  50

mechanische Nachpflege (bei Beweidung)

  85

Ziegen mitführen bei Hütehaltung 150
Ziegen mitführen bei Koppelhaltung/Standweide 150

 

  • AKADEMIE FÜR NATUR- UND UMWELTSCHUTZ BADEN-WÜRTTEMBERG (1993): Karlsruher Grünland-Erklärung vom 8./9. März 1993. In: Grünland in roten Zahlen? Tagungsdokumentation des Kongresses vom 8./9. März 1993 in Karlsruhe. S. 117-120
  • BRIEMLE, G., EICKHOFF, D. UND WOLF, R. (1991): Mindestpflege und Mindestnutzung unterschiedlicher Grünlandtypen aus landschaftsökologischer und landeskultureller Sicht. Praktische Anleitung zur Erkennung, Nutzung und Pflege von Grünlandgesellschaften. - Beih. Veröff. Naturschutz Landschaftspflege Bad.- Württ. 60: 1 - 160.
  • BRIEMLE, G. et. al. (1996): Nachhaltige Grünlandbewirtschaftung in Baden-Württemberg. in: Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, S. 216-263 Springer Verlag Heidelberg.
  • BOSSHARD, A. (1999): Renaturierung artenreicher Wiesen auf nährstoffreichen Böden - Ein Beitrag zur Optimierung der ökologischen Aufwertung der Kulturlandschaft und zum Verständnis mesischer Wiesen-Ökosysteme. Diss. Bot. 303: 194 S.
  • BOSSHARD, A. (2000): Blumenreiche Heuwiesen aus Ackerland und Intensiv-Wiesen. Eine Anleitung zur Renaturierung in der landwirtschaftlichen Praxis. In: Naturschutz und Landschaftsplanung 32 (6): S. 161-171
  • DIERSCHKE, H. & BRIEMLE, G. (2002): Kulturgrasland: Wiesen, Weiden und verwandte Staudenfluren. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. 239 S.
  • HÖLL, N. UND BREUNIG, T. (1995): Biotopkartierung Baden-Württemberg – Ergebnisse zu den Biotoptypen. Fettwiese. – Beih. Veröff. Naturschutz und Landschaftspflege Bad.- Württ. 81: 239 - 245.
  • KAPFER, A. (1993 ): Biotopschutz am Beispiel der Wiesen und Weiden. In: Grünland in roten Zahlen? Tagungsdokumentation des Kongresses vom 8./9. März 1993 in Karlsruhe.
  • KLAPP, E. (1965): Grünlandvegetation und Standort. Parey. Berlin.
  • KLAPP, E. (1971): Wiesen und Weiden. Parey. Berlin.
  • KOHLER, W. et al. (1990): Das Grünlandgebiet des württembergischen Allgäus aus der Sicht der Landchaftsökologie. In: Informationen für die Landwirtschaftsberatung in Baden-Württemberg 6, 46-69.
  • MINISTERIUM FÜR LANDLICHEN RAUM, ERNÄHRUNG, LANDWIRTSCHAFT UND FORSTEN (Hrsg.) (1987): Landschaft als Lebensraum. Biotopvernetzung in der Flur. - Stuttgart. 95 S. (MLR-10-87)
  • MINISTERIUM FÜR ERNÄHRUNG UND LANDLICHEN RAUM (Hrsg.) (2008): Auf schwierigem Grünland erfolgreich wirtschaften - Praxisbeispiele aus Baden-Württemberg. 30 S.
  • NITSCHE, S. & NITSCHE, L. (1994): Extensive Grünlandnutzung. Radebeul
  • NOWAK, B. & SCHULZ, B. (2002): Wiesen. Nutzung, Vegetation, Biologie und Naturschutz am Beispiel der Wiesen des Südschwarzwaldes und Hochrheingebietes. verlag regionalkultur. Ubstadt-Weiher.
  • OPPERMANN, R. & CLAßEN, A. (1998): Naturverträgliche Mähtechnik - Moderne Mähgeräte im Vergleich - . Grüne Reihe vom Naturschutzbund NABU, Landesverband Baden-Württemberg e.V.
  • OPPERMANN, R. & GUJER, H. U. (2003, Hrsg.):  Artenreiches Grünland bewerten und fördern - MEKA und ÖQV in der Praxis. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. 199 S.
  • POSCHLOD, P. & SCHUMACHER, W. (1998): Rückgang von Pflanzen und Pflanzengesellschaften des Grünlandes - Gefährdungsursachen und Handlungsbedarf. In Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Ursachen des Artenrückgangs von Wildpflanzen und Möglichkeiten zur Erhaltung der Artenvielfalt. Schriftenreihe für Vegetationskunde, Heft 29. Bonn.
  • WAGNER, F. (2002): Vortrag im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung „Biotopvernetzung" (2/175-1) am 15.10.2002 an der LEL

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