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Wochenbericht über die Preisfeststellung von Schlachtkörpern

nach der 1. Fleischgesetz-Durchführungsverordnung (1.FlGDV)

Die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der Ländlichen Räume in Schwäbisch Gmünd (LEL) erstellt und veröffentlicht wöchentlich eine amtliche Preisfeststellung für Schlachtvieh (Rinder, Schweine, Schafe) nach den Vorgaben der 1.FlGDV.

Meldepflichtige Betriebe

Die Preisfeststellung wird auf Grundlage der von den meldepflichtigen Schlachtbetrieben in Baden-Württemberg gemeldeten Daten berechnet. Meldepflichtig sind alle Schlachtbetriebe, die durchschnittlich mindestens 200 Schweine, 75 Rinder oder 75 Schafe je Woche schlachten. Dies sind in Baden-Württemberg 30 meldepflichtige Schlachtbetriebe für Schweine, 22 für Rinder und 3 für Schafe, die anderen Schlachtbetriebe sind von der Meldepflicht befreit. 

Inhalt der Meldung

Die Meldungen werden jeweils dienstags an die LEL übermittelt und umfassen die in den meldepflichtigen Betrieben geschlachteten Tiere im Zeitraum von Montag bis Sonntag der Vorwoche. Gemeldet werden die geschlachtete Gesamtmenge nach Stückzahl und Schlachtgewicht und die mit den Schlachtgewichten gewogenen Durchschnitte der Auszahlungspreise pro Kilogramm. Die Meldungen sind bei Rindern in Kategorien (Jungbullen, Bullen, Ochsen, Kühe, Färsen, Jungrinder und Kälber) sowie in Handelsklassen (E-P/1-5 + pauschal) unterteilt, bei Schweinen nur in Handelsklassen (E-V + pauschal) und bei Schafen nur in Kategorien (Schafe/Lämmer).

Die Meldung der nach Handelsklassen (E-P) abgerechneten Schweine beinhaltet alle geschlachteten Tiere zwischen 80 und 110 kg Schlachtgewicht. Des Weiteren wird bei Schweinen der Handelsklassen E-P der mit den Schlachtgewichten gewogene durchschnittliche Muskelfleischanteil erfasst.

Erstellung des Wochenberichtes

Die LEL erstellt auf Grundlage der ihr gemeldeten Daten jeweils dienstags die amtliche Preisfeststellung für Baden-Württemberg. Diese enthält für jede Kategorie, Handelsklasse und Fettstufe die Zahl der geschlachteten Tiere, das durchschnittliche Schlachtgewicht und den durchschnittlichen Auszahlungspreis, sowie die Spanne der Auszahlungspreise. Um extreme Auswirkungen von Ausreißern bei den Preismeldungen auf die Preisspannen zu vermeiden, bleiben bei den Spannen nach Vorgabe der 1.FlGDV bis zu 10% der Tiere jeweils am oberen und unteren Ende der Spanne unberücksichtigt. So gibt die Spanne nicht die absolute Spanne der ausgezahlten Preise wieder, sondern umfasst nur min. 80% der gemeldeten Tiere. In Baden-Württemberg werden diese 10% in der Regel nicht ausgenutzt, sondern standardmäßig nur 2% der Tiere für die Berechnung der Spanne unberücksichtigt gelassen. Diese Tiere gehen aber dennoch in die Berechnung des Durchschnittspreises ein. Aus Datenschutzgründen werden nur die Kategorien, Handelskassen und Fettstufen veröffentlicht, bei denen min. 3 Meldebetriebe Daten geliefert haben. Um belastbare Zahlen zu bekommen, werden auch nur die Zeilen veröffentlicht, bei denen min. 20 Tiere geschlachtet wurden.

Preistrend

Als Besonderheit in Baden-Württemberg wird neben der Wochenmeldung von den meldepflichtigen Rinderschlachtbetrieben auch eine Zwischenmeldung erhoben. Diese wird mittwochs erfasst und beinhaltet die am Montag und Dienstag der aktuellen Woche geschlachteten Tiere. Aus dieser Zwischenmeldung berechnet die LEL den Preistrend für die aktuelle Woche und kann so bereits am Mittwoch in der Regel ziemlich genau die Preise für die aktuelle Woche veröffentlichen.

Um eine möglichst hohe Treffsicherheit zu erzielen, wir der Preistrend nur die Handelsklassen veröffentlicht, bei denen eine größere Anzahl von Tieren gemeldet wurde.

ABa 02/11

 


© LEL Schwäbisch Gmünd, Abt. 4: Agrarmärkte und Ernährung

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